• Die neue Zigarettenfabrik hat eine Produktionskapazität von jährlich 30 Milliarden "Heets". Heets sind kurze Stäbchen für elektrische Rauchgeräte. Auch diese sind schädlich für die Gesundheit. (Symbolbild: PR)

Vorbereitungen in Klotzsche für Werke von Philip Morris und Bosch

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Im Dresdner Norden laufen bereits die Vorbereitungen für die neuen Werke von Philip Morris und Bosch. Gas, Wasser und Stromleitungen werden verlegt, teilte die Stadt auf unsere Anfrage mit. Auf den Baufeldern erfolgen nun Erdarbeiten, Stützwände werden gestellt, dafür liegen die Baugenehmigungen vor.

Bauarbeiten bei Philip Morris gestartet

Philip Morris lässt aktuell erste Zäune errichten, auch Erdmassen werden bewegt. Bereits zuvor gab es seit Dezember Maßnahmen zum Umwelt- und Artenschutz. Ab April werde nun mit dem Bau von Gebäuden begonnen, teilte der Konzern auf unsere Anfrage mit. "Die ersten Maschinen werden voraussichtlich im November 2018 installiert. Anfang 2019 soll die erste Bauphase abgeschlossen sein, so dass wir im ersten Halbjahr 2019 mit der Produktion beginnen können, voraussichtlich im April 2019", teilte ein PMI-Sprecher mit. 320 Millionen Dollar werden investiert, 500 Jobs entstehen. 30 Milliarden "Heets" - das sind kurze Stäbchen für elektrische Zigaretten - könnten demnach jährlich in dem Werk produziert werden. Aber auch diese Heets sind gesundheitsschädlich, zudem verleiten sie junge Leute zum Rauchen, so das Fazit der SZ nach der Auswertung von US-Studien.

Bosch baut Chipfabrik

Der Autozulieferer Bosch will sogar eine Milliarde Euro in eine neue Chipfabrik investieren. Diese entsteht ebenfalls im Dresdner Norden. Beide Großinvestition waren im vergangenen Jahr verkündet worden, die Rede war damals sogar von einer "Jahrhundertinvestition".

Weitere Ansiedlungen möglich

Möglicherweise siedeln sich auf den derzeit noch unbebauten Flächen neben dem Flughafen auch weitere Firmen an. Entsprechende Gespräche werden mit Interessenten geführt, teilte das Amt für Wirtschaftsförderung mit.