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  • Große Projekte, wie der Bau auf der Seidnitzer Straße, sind 2023 in Dresden ohnehin nicht von Vonovia geplant gewesen. Dennoch liegen alle Bauvorhaben erst einmal auf Eis.

Vonovia stoppt neue Bauprojekte für Dresden

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Das Wohnungsunternehmen Vonovia legt seine geplanten Neubauprojekte für dieses Jahr bundesweit auf Eis. Als Grund werden u.a. die steigenden Baukosten und der Fachkräftemangel genannt. Damit ist auch Dresden betroffen.

Die beiden bislang geplanten Vorhaben mit insgesamt 76 Wohnungen werden gestrichen, sagte uns Sprecher Matthias Wulff. „Laufende Bauten werden aber zu Ende gebracht, es entstehen also keine Bauruinen.“ Zudem laufen die Planungen für weitere Projekte weiter. Die Vorhaben pausieren zunächst, bis sich die Rahmenbedingungen gebessert haben.

„Die Wohnungsbranche ist in einer sehr schwierigen Situation“, erklärt Wulff. Durch Zinsen, Inflation, Baukosten, Lieferprobleme, Fachkräftemangel und gestiegene Anforderungen für nachhaltiges Bauen seien die Preise in die Höhe geschnellt. So könne sich niemand mehr Mieten leisten. Wulff nennt ein Beispiel: „Bei Objekten, also Häusern und Wohnungen, die wir früher vor ein paar Jahren gebaut haben, hätten wir vielleicht so 12 Euro Kaltmiete pro Quadratmeter angezielt. Wenn wir genau diese Wohnung jetzt bauen würden, würden wir da bei über 20 Euro landen.“

Es müsse nun einen großen „Push“ geben, u.a. durch Förderungen vom Bund, damit der Wohnungsneubau nicht zum Erliegen komme. Alle Akteure seien gefragt, z.B. die Stadt mit ihren Behörden für Genehmigungsverfahren und Flächenausweisungen. „Aber auch wir als Wohnungsanbieter sind natürlich in der Verantwortung“. Auch der Energiemarkt müsse mithelfen. 

Natürlich werde in der Zwischenzeit nicht untätig rumgesessen, so Wulff. So werden bisherige Projekt noch einmal genau unter die Lupe genommen, zum Beispiel beim Bereich der Optimierung bei Heizungen oder auch für klimaneutrales Bauen.