Von Rathaus bis Römisches Bad: Das sind Dresdens wichtigste Bauprojekte!
Obwohl die Haushaltslage eher angespannt ist, starten in diesem Jahr dennoch einige große und wichtige Bauprojekte in Dresden. Mit knapp 20,7 Millionen Euro steht dabei fast nur die Hälfte für Investitionen und Sanierungen zur Verfügung wie noch 2024.
Die Stadt hat am Mittwoch die wichtigsten Bauprojekte vorgestellt. Ein Überblick.
Sanierung Rathaus
Mit der Fertigstellung des Stadtforums, dem neuen, modernen Verwaltungsgebäude mitten in der Stadt, kann nun die Sanierung des Rathauses beginnen. Im Sommer soll es losgehen, fast 74,5 Millionen Euro werden bis 2029 investiert.
Wie uns Katrin Tauber, die Leiterin des Hochbauamtes, sagte, sei die Erneuerung der Räume dringend notwendig. Den schlechten Zustand des Gebäudes im inneren würde man von außen gar nicht sehen. Heißt konkret: Eine komplette Rundumkur steht an – von Decken, Heizungen, Medien bis zu Oberflächen und Co.
Wenn alles fertig wird, soll das Rathaus ganz nach dem Prinzip des neuen Stadtforums funktionieren. "Es wird keine personengebundenen Büros geben, sondern man wird sich da auf einem frei verfügbaren Arbeitsplatz einloggen", so Tauber.
Schon jetzt sind einige Kräne im Innenhof am Werkeln. Dort wird eine Photovoltaikanlage eingebaut, die vor allem im Sommer den Großteil des Strombedarfs für das Rathaus liefern soll. Die Dachziegel, die dafür abgenommen werden, sollen für das Dach des Clubs "Beatpol" verwendet werden.
Zudem laufen derzeit Arbeiten für die Wiedereröffnung der Aussichtsplattform des Rathausturms. Mehr dazu in unserem Artikel: "Wann öffnet der Rathausturm wieder?".
Erneuerung Römisches Bad
Bei der Sanierung des Römischen Bades setzt die Stadt zum Teil auf Spenden. Denn die kompletten Gelder sind nicht vorhanden.
Ein erster Bauabschnitt für 4,1 Millionen Euro startet in diesem Jahr, bis 2027 laufen die Arbeiten. Ein Großteil gibt es durch den Bund mit 2,58 Millionen Euro. Gearbeitet werden kann immer nur im Sommer, um die Fledermäuse vor Ort zu schützen.
"Wir werden demnächst mit einer Spendenaktion beginnen. Ich denke, der ein oder andere Dresdner wird auch für den zweiten Bauabschnitt spenden, damit die Fontäne wieder sprudeln kann und die gesamte Anlage instandgesetzt ist", so Baubürgermeister Stephan Kühn. Insgesamt kostet die Erneuerung etwa 6 Millionen Euro. Für den zweiten Bauabschnitt msus die Stadt Eigenmittel in Höhe von einer Million Euro aufbringen - und die fehlen noch.
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Neue Begegnungsorte in den Stadtteilen
In den Stadtteilen laufen ebenfalls die Arbeiten auf Hochtouren: Ende 2025 wird das neue Stadtteilhaus Johannstadt fertig und im Spätsommer 2026 das Kulturzentrum „Scheune“ in der Äußeren Neustadt.
Ausblick und Kita-Bauprojekte
Der Kulturbereich wird natürlich nicht vergessen. Bei den Technischen Sammlungen Dresden soll Ende 2026 die Sanierung starten – vom Abbruch und der Neugestaltung der Hofkellerdecke bis hin zur denkmalgerechten, energetischen Sanierung der Fassaden.
Zudem soll 2026 – passend zum 200. Todestag von Carl Maria von Weber – das gleichnamige Museum Stück für Stück erneuert werden.
Auf der Agenda stehen zudem Kita-Projekte: In Weixdorf entsteht bis Ende 2026 ein Neubau für 390 Kinder – inklusive Photovoltaikanlage und Gründach. Die Baukosten für das barrierefreie Haus mit einer Holzfassade betragen 19 Millionen Euro.
Am Dörnichtweg in Klotzsche wird noch bis Ende 2025 ein Ersatzneubau für den Fröbel-Kindergarten gebaut. Das Gebäude bietet Platz für 102 Kinder. Jedes bekommt ein eigenes Fröbel-Beet im neu angelegten Außengelände. Die Baukosten liegen bei rund acht Millionen Euro.