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Volksver­het­zungsprozess gegen Akif Pirincci wegen Pegida-Rede

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Der deutsch-türki­sche Autor und Rechts­po­pu­list Akif Pirinçci geht gericht­lich gegen einen Straf­be­fehl wegen Volks­ver­het­zung vor. Das Dresdner Amtsge­richt verhan­delt vom 25. September an gegen den Schrift­steller, dem Volks­ver­het­zung vorge­worfen wird. Das teilte das Gericht am Donnerstag mit. Er sollte wegen einer Hetzrede bei Pegida 11.700 Euro Strafe zahlen, hatte aber Einspruch eingelegt. Pirinçci wird vorge­worfen, bei seinem Auftritt am 19. Oktober 2016 gegen in Deutschland lebende Muslime und muslimische Flüchtlinge in einer Weise zum Hass aufgestachelt zu haben, "die geeignet ist, den öffentlichen Frieden zu stören". So soll er Flüchtlinge als "Invasoren" bezeichnet und suggeriert haben, bei ihnen handele es sich um "Nutz- und Kulturlose", um "künftige Schlachter" Deutschlands und um "bestellte Mörder", die Land und Lebensart vergewaltigten. In seiner Hetzrede hatte Pirinçci auch von "Umvol­kung" gespro­chen. Vor allem der Satz, "es gäbe natür­lich andere Alter­na­tiven, aber die KZs sind ja leider derzeit außer Betrieb", hatte Empörung ausge­löst. Der Angeklagte habe mit seinen Äußerungen das gesell­schaft­liche Klima gegen Muslime in Deutsch­land weiter aufheizen wollen, so das Gericht. Für den Prozess sind zwei Verhand­lungs­tage bis 2. Oktober termi­niert. (dpa)