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Vogelschutz: „Hoher Stein“ zu den Karl-May-Festtagen gesperrt

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Bei den Karl-May-Festtagen Ende Mai in Radebeul wird es in diesem Jahr keine Veran­stal­tungen am "Hohen Stein" geben. Aus Gründen des Arten­schutzes bleibt das Stein­bruch­ge­lände gesperrt, teilten die Organi­sa­toren mit. Eine seltene Vogelart macht den Organi­sa­toren in diesem Jahr einen Strich durch die Rechnung. Nach Angaben des Kreisum­welt­amtes brüte in diesem Jahr erstmals eine streng geschützte Vogelart auf dem Gelände des Stein­bruchs. Um welche Vogelart es sich handelt, wollte die Natur­schutz­be­hörde nicht sagen. "Sie reagiert aber sehr sensibel auf Störungen", so ein Sprecher. Deshalb müssten in diesem Jahr Alter­na­tiven für die Festbe­su­cher gefunden werden.  Am "Hohen Stein" befand sich in den vergan­genen Jahren tradi­tio­nell das Camp der india­ni­schen Gäste, dort führten sie ihre rituellen Tänze und Rituale auf. In diesem Jahr müssen die Indianer auf eine Waldlich­tung - "Kleine Feder" - am Eingang des Dorfgrundes auswei­chen. Dort werden bei den india­ni­schen Filmnächten am Freitag und Samstag Dokumen­ta­tionen und Spiel­filme gezeigt, die vom Leben und den aktuellen Problemen der ameri­ka­ni­schen Urein­wohner erzählen. Mit dem Platz "Am Totem­pfahl" soll es gegen­über der tradi­tio­nellen Western­stadt "Little Tombs­tone" einen neuen Veran­stal­tungsort geben. Ein india­ni­scher Künstler zeigt im Lößnitz­grund einen handge­schnitzten sieben Meter hohen Pfahl und gibt mit Tänzen und Gesängen einen Einblick in die Kultur der Indianer Kanadas.Weitere Infor­ma­tionen finden Sie unter www.karl-may-fest.de