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Videodolmetscher sollen Kommunikation mit ausländischen Gefangenen verbessern

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In den sächsischen Gefängnissen sollen künftig Video-Dolmetscher eingesetzt werden. So will Justizminister Sebastian Gemkow die Kommunikation mit ausländischen Gefangenen verbessern. Das berichtet die "Sächsische Zeitung." Seit Dezember läuft ein Pilot-Projekt in der JVA Dresden. Falls nötig wird ein Dolmetscher per Video zugeschaltet. Im Moment stehen dafür Übersetzer für die 16 wichtigsten Sprachen zur Verfügung. In den sächsischen JVA sitzen zurzeit 3.422 Gefangene aus 60 verschiedenen Nationen ein. Hintergrund ist der Suizid des Untersuchungshäftlings Dschaber al-Bakr im Oktober 2016 in Leipzig.  Mit Hilfe einer beseren Kommuinikation soll ein eventuelles Suizidrisiko besser erkannt werden.