Verurteilter Intensivtäter („Scheißdeutsche“) untergetaucht
Im Dezember hatte der Zwickauer Amtsrichter Stephan Zantke mit einem Urteil für großes Aufsehen gesorgt. Er hatte einen libyschen Intensivtäter zu zweieinhalb Jahren Haft verurteilt, obwohl der Staatsanwalt gerade mal 15 Monate auf Bewährung verlangt hatte. Zantke hatte damals auf eine Aussage des Angeklagten mit den Worten reagiert: "Wenn es hier so scheiße ist, warum sind Sie dann bei uns?" Der Verurteilte ging in Berufung. Am Donnerstag sollte der Prozess nochmal starten, diesmal vorm Landgericht Zwickau. Doch der Libyer kam nicht. Er ist untergetaucht. Damit wurde das Urteil rechtskräftig, und Mohamed F. wird europaweit zur Fahndung ausgeschrieben. Zuletzt gemeldet war der 29-Jährige im Asylheim an der Lippoldsruh, das ist aber mittlerweile geschlossen. Der damalige Betreiber Diakonie teilte dem Gericht mit, dass sich der Gesuchte schon Ende Januar abgemeldet hatte - verzogen nach unbekannt.