Verunreinigtes Schulessen - 450 Noro-Fälle in Dresden
Auch in Dresden gibt es inzwischen 450 Noro-Verdachtsfälle. Das teilte ein Stadtsprecher auf Anfrage unseres Senders hin mit. Betroffen sind 16 Schulen und vier Kitas. Es handelt sich beispielsweise um die 108. und die 30. Grundschule. Fälle gibt es nach unseren Informationen an der 95. Grundschule und am Erlweingymnasium. Die Lage würde als kritisch beurteilt, sagte ein Stadtsprecher. Für Kindertagesstätten besteht für Erkrankte ein Besuchsverbot bis 48 Stunden nach Abklingen der Symptomatik, hieß es.Im Landkreis Sächsische Schweiz/Osterzgebirge gibt es inzwischen über 200 bestätigte Fälle, sagte uns eine Sprecherin des Landratsamtes. Die Kinder würden nach Hause geschickt. Auch am Montag sollten kranke Kinder nicht zur Schule geschickt werden, hieß es. Betroffen sind Grund- und Mittelschulen und Gymnasien in Pirna, Heidenau, Dohna und Freital. Auch in Ligau-Augustusbad wurde bei 6 Kindern Noro nachgewiesen. Dort waren bereits vergangene Woche 31 Schüler und 12 Kita-Kinder erkrankt. Auslöser soll laut Gesundheitsministerium ein Zulieferer für Schulessen sein. Nach Medienberichten soll es sich bei dem Unternehmen um die Firma Sodexo in Rüsselsheim handeln. Auch in Dresden werden viele Kitas und Schulen von Sodexo beliefert. Am Waldschlößchen betreibt das Unternehmen eine Großküche.Das Unternehmen selbst, glaubt nicht dass es beim Essen eine Verunreinigung gebe. Es seien 5% der belieferten Schulen betroffen, so ein Unternehmenssprecher.Nach den Erkrankungen von etwa 4000 Kindern und Jugendlichen in Berlin, Brandenburg, Sachsen und Thüringen wollen sich am Freitag Bund und Länder über konkrete Maßnahmen absprechen. Erwartet werden auch erste Ergebnisse der Laboruntersuchungen.