Vermeintliche Fliegerbombe im Ostragehege entpuppt sich als Wasserrohr
In Dresden gibt die Polizei Entwarnung! Der Fliegerbombenverdacht im Ostragehege hat sich nicht bestätigt.
Im Boden wurde stattdessen ein größeres Wasserrohr mit Muffe entdeckt. Die geplante Evakuierung von mehreren Stadtteilen wurde abgesagt. Ursprünglich sollten 15.700 Anwohner ihre Wohnungen räumen.
Feuerwehr, Polizei und Stadtverwaltung hatten mehrere Wochen lang einen Großeinsatz geplant, Teile von Übigau, Mickten, Pieschen und der Leipziger Vorstadt sollten am Dienstag geräumt werden. Alle Einsatzmaßnahmen haben sich damit erledigt.
Das alte Wasserrohr mit Muffe wurde in etwa zwei bis drei Metern Tiefe zwischen losem Bauschutt entdeckt. Die Form erinnert an eine Fliegerbombe, Messgeräte hatten deswegen den Verdacht erhärtet. Dazu kam dann eine passende Luftaufnahme. Polizeisprecher Thomas Geithner sprach von einer "Laune des Schicksals", dass ausgerechnet dort das Rohr verlief. Die DREWAG soll die Leitung nun näher untersuchen, bisher war das Rohr in keinem Plan verzeichnet.
Kitas offen, Schulen geschlossen
Wie die Stadtverwaltung mitteile, sind die 12 Kitas, die ursprünglich schließen sollten, geöffnet. Die acht betroffenen Schulen bleiben dagegen geschlossen, teilte eine Sprecherin der Stadt auf unsere Anfrage mit. Die Horte der Grundschulen können ab 11.30 Uhr öffnen.
Hotelzimmer für Betroffene bleiben gebucht
Die gebuchten Hotelzimmer, die an Betroffene mit Rabatten vergeben wurden, müssen nicht storniert werden. Das Angebot gilt weiter, hieß es. Zahlreiche Dresdner Hotels hatten ja für betroffene Anwohner stark rabattierte Übernachtungen mit Frühstück angeboten, insbesondere die Zimmer in den 5-Sterne-Hotels waren schnell vergriffen.
DVB-Umleitungen hinfällig
Bei den DVB sind die geplanten Umleitungen abgesagt worden, nur die Linie 4 bleibt bei der geplanten geteilten Linienführung.
I. Laubegast - Innenstadt - Mickten - Kaditz
II. Radebeul Ost – Radebeul West - Weinböhla
Ersatzverkehr mit Bussen verkehrt zwischen Altpieschen und Radebul Ost.
Das liegt an gesetzlichen Vorgaben bezüglich der Dienstpläne der eingeteilten Fahrer, teilte DVB-Sprecher Falk Lösch mit: "Zur Vorbereitung der Evakuierung wurden die Fahr- und Dienstpläne angepasst und gegenüber den Fahrern kommuniziert. Dazu gibt es gesetzlich vorgeschriebene Zeiträume. Deshalb kann die Umleitung der „4“ nicht kurzfristig zurückgenommen werden. Anders verhält es sich bei den Linien 9, 10, 13, 64, 72 und 79. Hier wurden die originalen Pläne nicht verändert, so dass deren vorgesehene Umleitungen am Dienstag kurzfristig entfallen können. "
Wir informieren hier fortlaufend.