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Verleumdungsprozess: OB Findeiß belastet Angeklagte

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Zwickaus Oberbür­ger­meis­terin Pia Findeiß (SPD) hat heute vor Gericht ausge­sagt. In dem Prozess am Amtsge­richt wird drei Männern vorge­worfen, die Stadt­chefin verleumdet zu haben. Sie sollen ihr öffent­lich unter­stellt haben, zwei IS-Terro­risten in ihrem Wohnhaus beher­bergt zu haben. Findeiß sagte dazu im Zeugen­stand: "Bei dem Bürger­ge­spräch in Form eines Spazier­gangs im vergan­genen August ist es mehrfach zu derar­tigen Zwischen­rufen gekommen". "Man bezich­tigt mich damit eines Verbre­chens, das muss ich zur Anzeige bringen", erklärte die Kommu­nal­po­li­ti­kerin. Die Beschul­digten hätten bereits diverse Stadt­rats­sit­zungen sowie weitere politi­sche Veran­stal­tungen gestört und seien ihr daher nament­lich bekannt. Tatsäch­lich wohnte in einer Einlie­ger­woh­nung ihres Privat­hauses ein anerkannter syrischer Flücht­ling zur Miete. Die Vorkomm­nisse bestä­tigten zwei weitere Zeugen bei dem Fortset­zungs­termin. Zudem hätten zwei der drei Angeklagten die etwa 40 Teilnehmer gegen deren Willen gefilmt und das Video anschlie­ßend ins Internet gestellt. Die Männer vertreten sich selbst vor dem Gericht und befragten ebenfalls die Zeugen. Der Prozess findet unter erhöhten Sicher­heits­vor­keh­rungen statt und wird am kommenden Mittwoch fortge­setzt.