• Hier soll das neue Verwaltungszentrum entstehen.

Vergabeverfahren für neues Verwaltungszentrum am Ferdinandplatz gestartet

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Die Planungen für das neue Verwaltungszentrum am Ferdinandplatz, neben dem Karstadt, sind einen Schritt weiter. Jetzt hat das Vergabeverfahren begonnen. Vermutlich im Frühling in zwei Jahren soll dann der Siegerentwurf für das Gebäude vorgestellt werden.

Laut Stadt sollen rund 1 300 Mitarbeiter dann 2025 dort einziehen. Die Kosten liegen bei 139 Millionen Euro. In das Verwaltungszentrum sollen das Amt für Wirtschaftsförderung, sowie die Ämter für Stadtentwicklung und Umwelt einziehen.

Anfang des nächsten Jahres werden auf dem Ferdinandplatz erste archäologische Grabungen stattfinden. Dann fallen etwa 250 der dortigen Parkplätze weg. Im neuen Verwaltungszentrum soll aber eine Tiefgarage entstehen mit 110 öffentlichen Parkplätzen und 400 überdachten Stellplätzen für Fahrräder.

Hier können Sie die Pressemitteilung der Stadt nachlesen:

Wettbewerblicher Dialog für den Ferdinandplatz
Baubürgermeister eröffnet Vergabeverfahren für den Neubau des Verwaltungszentrums am Ferdinandplatz

Der Wettbewerbliche Dialog für das neue Verwaltungszentrum am Ferdinandplatz ist gestartet. Der Dialog ist das Vergabeverfahren für die Planung und den Bau des Projekts. Am 2. Mai 2019 wurde die Ausschreibung im Europäischen Ausschreibungsblatt veröffentlicht. Gemeinsam mit den Bewerbern im Verfahren soll so für die Stadt eine optimale Lösung für das Gebäude, die Einordnung der Arbeitswelten und die öffentlichen Zugänge entwickelt werden. Ziel ist es, die beste Lösung im vorgegebenen Kosten- und Zeitrahmen zu finden.

„Wir haben einen Meilenstein für unseren zukunftsweisenden Verwaltungsstandort erreicht“, so Baubürgermeister Raoul Schmidt-Lamontain. „Nach der Grundsatzentscheidung des Stadtrates im März 2018, ein neues Verwaltungszentrum zu bauen, hat die Verwaltung intensiv an den 400-seitigen Vergabeunterlagen gearbeitet. Die Dresdnerinnen und Dresdner haben wir in einem dreiteiligen Prozess gefragt, wie sie sich ihre Verwaltung der Zukunft vorstellen. Ihre Erwartungen sind eigeflossen. In der Verwaltung gab es etwa 45 Mitarbeiterworkshops. Anfang 2019 erhielten wir die Zustimmung der Personalvertretung, uns gemeinsam auf den Weg zu den Arbeitswelten der Zukunft zu begeben. Dieser Schulterschluss mit den Bürgern, dem Stadtrat und den Mitarbeitern ist wichtig“, beschreibt Schmidt-Lamontain den Prozess.

Parallel dazu sind die Verkehrs- und Medienanbindung geplant worden. Der Bebauungsplan für das Areal ist auf den Weg gebracht. Ein im Baufeld befindliches privates Grundstück wurde erworben und der Bebauungsplan wurde bis zum 10. Mai 2019 öffentlich ausgelegt. Das Stadtplanungsamt wertet aktuell die Anregungen der Bürgerinnen und Bürger aus.

„Im Ergebnis des Wettbewerblichen Dialogs soll im Frühjahr 2021 ein Generalübernehmer beauftragt werden. Die Übergabe des Gebäudes an die Verwaltung ist für 2025 geplant.“ In das neue Verwaltungszentrum sollen die Geschäftsbereiche Stadtentwicklung, Bau, Verkehr und Liegenschaften sowie Umwelt und Kommunalwirtschaft mit ihren Ämtern einziehen. Ferner das Amt für Wirtschaftsförderung.  

Wettbewerblicher Dialog
Der Wettbewerbliche Dialog ist eine Möglichkeit der öffentlichen Ausschreibung, bei der die Aufgabe nicht eindeutig beschreibbar ist und nach innovativen Lösungen gesucht wird. Für das neue Verwaltungszentrum besteht die Herausforderung darin, die Verwaltung in zukunftsfähigen Bürokonzepten unter den Gesichtspunkten einer weitestgehenden Digitalisierung der Prozesse unterzubringen.

„Wir haben die grundsätzlichen Anforderungen an die verschiedenen Arbeitsplätze beschrieben und erwarten von den Bietern Vorschläge für deren Umsetzung. Unser Augenmerk liegt auf Flexibilität, Innovation und Kosten-Nutzen-Faktoren. Als Mindeststandard soll – im Hinblick auf die Nachhaltigkeit – eine Gebäudezertifizierung mindestens im Standard ‚Silber‘ erreicht werden. Eine Jury und mehrere Fachberater werden die Wettbewerbsbeiträge in zwei Phasen nach dem in der Ausschreibung festgelegten System bewerten und am Ende dem Stadtrat einen Vorschlag für die Beauftragung unterbreiten“, beschreibt der Baubürgermeister die Schritte des Vergabeverfahrens.

„Die Dresdnerinnen und Dresdner werden wir nach Vorlage der Angebote im September 2020 erneut beteiligen und ihnen die besten drei Entwürfe vorstellen“, so Schmidt-Lamontain weiter.
Die Gesamtinvestition der Stadt in das neue Verwaltungszentrum beträgt 139 Millionen Euro (brutto). Davon werden 116 Millionen Euro als Obergrenze für die Vergabe angesetzt. Das übrige Budget entfällt auf den Grundstückserwerb und Leistungen, welche die Verwaltung selbst erledigt oder über andere Wege ausschreibt. Dazu gehören unter anderem archäologische Untersuchungen, Verkehrs- und Medienerschließung oder die Beschaffung des Mobiliars.

Bauvorbereitenden Arbeiten
Vor dem eigentlichen Baubeginn führt das Landesamt für Archäologie archäologische Grabungen auf dem zukünftigen Baufeld durch. Ab Frühjahr 2020 sollen auf dem nördlichen Teil des Ferdinandplatzes die Bagger rollen. Der derzeitige Asphaltbelag wird entfernt und die Altbebauung schichtenweise freigelegt. Parallel muss eine 30 Zentimeter dicke Wasserleitung umverlegt werden. Hierzu laufen bereits die Planungen gemeinsam mit der DREWAG. 2021 sollen alle vorbereitenden Maßnahmen abgeschlossen sein.