Wilde Verfolgungsjagd durch Radebeul
Ein Autofahrer hat sich in Radebeul eine Verfolgungsfahrt mit der Polizei geliefert. Beamte wollten den 31-Jährigen Mann am Dienstagabend auf der Meißner Straße stoppen, weil die Kennzeichen nicht zu dem Fahrzeug gehörten.
Der Mann beschleunigte jedoch und fuhr mit hoher Geschwindigkeit durch mehrere Straßen. Dabei kollidierte er mit zwei Fahrzeugen schließlich an der Paradiesstraße.
Drei Insassen wurden dabei leicht verletzt. Nach dem Unfall flüchtete der 31-Jährige zu Fuß. Die Beamten konnten ihn und seinen 33 Jahre alten Beifahrer aus Coswig stellen.
Wie sich herausstellte, waren ihr Auto und die Kennzeichen gestohlen worden. Der Sachschaden beläuft sich auf 20.000 Euro.
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Verfolgungsfahrt – Flüchtender gestellt
Zeit: 02.07.2019, 18.30 Uhr
Ort: Radebeul
Am Dienstag nahmen Beamte einen 31-Jährigen fest, der sich zuvor eine Verfolgungsfahrt mit der Polizei geliefert hatte.
Am Abend wollte ein Streifenteam einen Chevrolet auf der Meißner Straße stoppten. Der Wagen war den Beamten aufgefallen, da die Kennzeichen nicht zu dem Fahrzeug gehörten. Der Fahrer des Chevrolet ignorierte die Aufforderung der Polizisten jedoch, beschleunigte und fuhr mit hoher Geschwindigkeit über den Lendenweg, die Heinrich-Zille-Straße bis zur Paradiesstraße.
Dort kollidierte er mit einem VW Multivan (Fahrer 42) und stieß zudem mit einem Peugeot 207 (Fahrer 21) zusammen. Durch den Aufprall erlitten die beiden Fahrer sowie ein zehnjähriger Junge im VW leichte Verletzungen und mussten ambulant versorgt werden. Der entstandene Sachschaden summiert sich auf rund 20.000 Euro.
Nach dem Unfall flüchte der 31-jährige Fahrer des Chevrolets zu Fuß weiter. Die eingesetzten Beamten konnten ihn und seinen 33-jährigen Beifahrer kurz darauf stellen. Die beiden Deutschen aus Coswig wurden vorläufig festgenommen.
Der Grund der Flucht wurde schnell offenbar. Der Chevrolet war in Berlin gestohlen worden. Das Nummernschild gehörte eigentlich an einen Mitsubishi und war ebenfalls als gestohlen gemeldet.
Die Kriminalpolizei hat die weiteren Ermittlungen übernommen. Da der 31-Jährige bei seiner Flucht offenbar teils über Gehwege sowie im Gegenverkehr fuhr, wendet sich die Polizei mit einem Zeugenaufruf an die Bevölkerung.
Wer ist durch die Fahrweise des Mannes gefährdet worden? Betroffene werden gebeten, sich bei der Polizeidirektion Dresden unter der Rufnummer (0351) 483 22 33 zu melden. (ml)