Verdi-Warnstreik - 71 Kitas und Horte geschlossen
In Dresden sind am Montag 71 Kitas und Horte geschlossen geblieben. Hunderte Eltern mussten Freunde, Verwandete oder Nachbarn bitten, bei der Betreuung ihrer Kinder zu helfen, viele nahmen auch Urlaub. Hintergrund: Die Gewerkschaft Verdi hatte um 06.00 Uhr ihre angekündigten Warnstreiks gestartet. In Freital waren 11 Einrichtungen betroffen. Auch die Landratsämter und Rathausmitarbeiter in Meißen und Pirna waren teilweise zum Streik aufgerufen.Kritik am WarnstreikSozialbürgermeister Seidel sagte unserem Sender: "Verdi und GEW haben die Notfallvereinbarung, die bereits beim letzten Streik galt und unter anderem besagte, dass es pro Ortsamt eine Notfallkita gibt, nicht unterschrieben. Das Streikrecht ist ein verfassungsrechtlich hohes Gut. Es wird deshalb von der Stadt selbstverständlich respektiert. Für die kompromisslose Linie von Ver.di und GEW habe ich aber wenig Verständnis", so Seidel.Dresdens Oberbürgermeisterin Helma Orosz zeigte im Interview bei uns Unverständnis, dass bereits zu Beginn der Verhandlungen wieder gestreikt werde und es wieder die Eltern treffe.Verdi fordert eine Anhebung der Entgelte um 100 Euro sowie eine zusätzliche Steigerung um 3,5 Prozent. Von den Arbeitgebern liegt noch kein Angebot vor.Aktuelle Informationen zu den Warnstreiks erhalten Eltern über den telefonischen Informationsdienst des Eigenbetriebes Kindertageseinrichtungen unter folgenden Telefonnummern:(03 51) 4 88 51 02 und 4 88 50 84 und 4 88 50 41. Info-Seite der Stadtverwaltung DresdenInfo-Seite in Freital