Vandalismus in der alten Operette in Dresden-Leuben
Seit acht Jahren steht die ehemalige Operette in Dresden-Leuben nun leer. Geplant waren schon viele Ideen für die neue Nutzung des Gebäudes, umgesetzt wurde bisher nichts. So sollte das leerstehende Gebäude beispielsweise zur Schule umfunktioniert werden, dazu war die Fläche allerdings zu klein. Zuletzt gab es den Vorschlag, das Gebäude in ein Kultur-Zentrum umzugestalten. In einer sogenannten Machbarkeits-Studie von 2021/2022 wurden Pläne dafür ausgearbeitet. Für eine Teilsanierung waren sogar im Haushalt 800 000 Euro geplant, diese sind im Haushaltsplan des nächsten Jahres allerdings nicht mehr zu finden. Mittlerweile wird das verlassene Gebäude zunehmend Opfer von Vandalismus. Kabel werden aus den Wänden gerissen, die Bühne zerstört, alte Toiletten verstopft und Schmierereinen und Sprüche pranken an den Wänden. Dieses mutwillige Zerstören will eine Bürgerinitiative nicht mehr länger hinnehmen. Viele Mitglieder der Bürgerinitiative verbindet eine eigene Geschichte mit der Operette. So hat Annett Müller als kleines Mädchen selbst bei Aufführungen mitgetanzt. Daher ist sie besonders schockiert über den Vandalismus. Die Bürgerinitiative fordert nun konkrete Maßnahmen für die Operette von der Stadt. So sollen beispielsweise die finanziellen Mittel, die ja schon einmal eingeplant waren, zur Sanierung des Gebäudes zur Verfügung gestellt werden. Dem Mitbegründer der Initiative, Rainer Kempe, liegt das besonders am Herzen: „Wir haben viele Ideen, wie die ehemalige Operette umgestaltet werden kann. Sie soll wieder ein Ort der Begegnung und für Kunst und Kultur werden und daran möchten und können wir selbst mitwirken.“