Unwetterfront beschert Feuerwehr zahlreiche Einsätze
Eine heftige Gewitterfront mit Sturmböen und Starkregen ist am Abend über Dresden und vor allem den Landkreis Meißen gezogen. Der Deutsche Wetterdienst hatte eine Unwetterwarnung herausgegeben. Die Feuerwehr musste vor allem wegen umgestürzter Bäume und abgebrochener Äste ausrücken. An der Nossener Brücke Ecke Chemnitzer Straße blockierte ein Baum die Fahrbahn. An der Radeburger Straße, auf der Pohlandstraße und der Güterbahnhofstraße wurden geparkte Autos getroffen. Zwischen Göritzhein und Stein im Landkreis Mittelsachsen riss eine Stromleitung. Die S240 musste gesperrt werden.
Bei Radeburg war die S100 wegen umgestürzter Bäume auch am Montagmorgen noch dicht. Probleme gab es auch im regionalen Zugverkehr zwischen Dresden und Leipzig. Am Montagmorgen konnten die Züge nicht über Riesa fahren und wurden statt dessen über Nünchritz umgeleitet. Bei Niederau war ein Personenzug mit Ästen auf den Gleisen kollidiert. Die Feuerwehr brachte die etwa 50-80 Fahrgäste in Sicherheit. Sie setzten ihre Reise per Bus und Taxi fort. Nach ersten Informationen der Polizei wurde bei dem Unwetter aber niemand verletzt.
Die Feuerwehren im Landkreis Meißen haben bis Montagmorgen 140 Einsätze abgearbeitet. „Der Großteil waren umgestürzte Bäume, Gerüste die sich gelöst haben und abgedeckte Dächer“, teilte Kreisbrandmeister Ingo Nestler mit. Es wurden auch Autos von Bäumen getroffen. Glücklicherweise sei niemand verletzt worden. Schwerpunkte für Einsätze waren Meißen, Niederau, Weinböhla und Radeburg.
Hier die Mitteilung der Dresdner Feuerwehr nachlesen:
Ab zirka 22 Uhr wurden Dresden und Umgebung von einem Unwetter heimgesucht. Die Integrierte Regionalleitstelle Dresden hat insgesamt 114 unwetterbedingte Einsätze disponiert. Der Schwerpunkt lag im Landkreis Meißen. In der Landeshauptstadt Dresden war die Feuerwehr insgesamt elf Mal aufgrund der Wetterlage im Einsatz. Im Bereich der Nossener Brücke musste ein starker Ast entfernt werden, der zwei Fahrspuren und den Fuß-/Radweg blockierte. Ein Autofahrer konnte durch eine Gefahrenbremsung knapp eine Kollision mit dem herabgestürzten Ast vermeiden. Ein 30 cm starker Ast blockierte den Elberadweg Höhe Fährgarten. Von der Radeburger Straße waren zwei Straßenbäume zu entfernen. Ein PKW wurde hier durch einen Baum stark beschädigt. In der Pohlandstraße und der Güterbahnhofstraße beschädigten große Äste insgesamt drei Fahrzeuge.