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Unwetter wütet in Dresden und in der Sächsischen Schweiz

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Schwere Gewitter heute Morgen in Dresden und Umgebung. Eine Unwet­ter­front hat aus Tag plötz­lich pechschwarze Nacht gemacht. Stark­regen und Sturm­böen peitschten durch die Stadt. Die Feuer­wehr hatte vor allem wegen umgestürzter Bäume im Süden und Osten Dresdens alle Hände voll zu tun. Bäume im Stadt­ge­biet umgekipptAuf der Fritz-Schreiter-Straße in Zschach­witz beschä­digte ein Baum gleich drei Autos und kippte eine Laterne um, außerdem lief dort eine Unter­füh­rung voll. Auch die Tolstoi­straße, die Kurhaus­straße oder die Güntz­straße waren durch umgestürzte Bäume blockiert.S-Bahn-Verkehr bis zum Mittag blockiert Im Umland gab es massive Behin­de­rungen im Perso­nen­nah­ver­kehr. Beson­ders betroffen ist die Sächsi­sche Schweiz. Zwischen Pirna und Rathen musste sogar der S-Bahnbe­trieb auf der Linie 1 einge­stellt werden. Es wurde ein Notver­kehr mit Bussen einge­richtet. Am Mittag konnte der Fahrbe­trieb wieder aufge­nommen werden. Auch der Sächsi­sche Schweiz-Ring wurde zwischen Bad Schandau und Sebnitz gesperrt. Probleme gab es auch bei der Städte­bahn. Zwischen Dresden und Otten­dorf-Okrilla fuhren ebenfalls Busse.Schlamm­la­winen in NeustadtIn Neustadt/Sa. hat es so stark geregnet, dass nicht nur Keller unter Wasser sondern auch drei Hausein­gänge unter Schlamm gesetzt wurden. Auch in Oberot­ten­dorf kämpft die Feuer­wehr gegen Schlamm auf den Haupt- und Neben­straßen.Touristen im Kirnitzschtal verletztBei einem weiteren Erdrutsch im Kirnitzschtal wurden am Mittag mindes­tens drei Personen zum Teil schwer verletzt. Der Fahrer eines PKW bemerkte den Erdrutsch Höhe Lichten­hainer Mühle und stoppte seinen Wagen. Als er ausstieg fiel ein Baum auf das Auto. Der Fahrer wurde dabei leicht, mindes­tens zwei weitere Personen im Wagen schwer verletzt. Die Fahrbahn musste zwischen Lichten­hainer Mühle und dem Abzweig Otten­dorf erneut voll gesperrt werden. Die Natio­nal­park­ver­wal­tung ist mit Ketten­sägen angerückt, um die umgestürzten Bäume von der Fahrbahn zu räumen. Schwere Sturm­schäden auch in FreibergBereits gestern Abend sorgte eine Super-Gewit­ter­zelle in Freiberg für Chaos. Bäume und Telefon­masten wurden wie Streich­hölzer umgeknickt, Tische und Stühle durch­ein­ander gewir­belt und sogar das Dach eines Wohnhauses abgedeckt. Auf zahlrei­chen Haupt­ver­kehr­straßen gab es kein Durch­kommen mehr. Die Feuer­wehr war im Dauer­ein­satz. Verletzt wurde aber offenbar niemand.

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