- Dem musikalische und künstlerische Angebot des Heinrich-Schütz-Konservatoriums drohen Einschränkungen.
Unterricht am Heinrich-Schütz-Konservatorium in Gefahr
Das Heinrich-Schütz-Konservatorium (HSKD) steht vor massiven Kürzungen im musikalischen und künstlerischen Angebot. Hintergrund ist ein Urteil des Bundessozialgerichts. Demzufolge darf die Landeshauptstadt Dresden Honorarkräfte künftig nicht mehr als Lehrer an der Musikschule einsetzen. Die Honorarverträge müssten in Festanstellungen umgewandelt werden. Doch dafür fehlt der Stadt das Geld.
Nur für 30 Vollzeitstellen gibt es genügend finanzielle Mittel. Dabei unterrichten an der Schule 50 Honorarkräfte. So droht mit dem nächsten Schuljahr eine Lücke von 600 Unterrichtsstunden. Laut Kulturbürgermeisterin Annekatrin Klepsch müsse es Einschnitte des Angebotes geben. Das beträfe u.a. die Musikschützen-Angebote. Dabei können Kinder bislang kostenfrei an musikalischen Angeboten teilnehmen.
Auch einzelne Ensembles würden wegfallen, interne Förderungen für Schüler oder die Organisation von „Jugend musiziert“ sowie der Schulkonzerte. Auch eine Erhöhung der Schulgebühren steht im Raum.
Viele Eltern haben nun eine Petition gestartet und fordern die Stadt zur Rettung des musikalischen und künstlerischen Angebotes der Schule auf. Schon mehr als 2.500 Menschen haben diese unterschrieben (Stand: Freitag). Zur Unterzeichnung der Petition geht es hier.
Das gesamte Thema wird am 16. Mai im Stadtrat behandelt.
SPD zu geplanten Kürzungen
Die SPD-Fraktion hat zur Sicherung des Angebotes des Heinrich-Schütz-Konservatoriums einen Ergänzungsantrag im Stadtrat eingebracht. Wie es in einer Mitteilung vom Freitag hieß, werde jede Kürzung abgelehnt.
"Musikalische Früherziehung, Angebote in Kitas und Schulen, Ferienangebote und entgeltfreie Schulkonzerte dürfen nicht gefährdet werden. Dazu sind die bisher durch die Verwaltung geplanten 30 Stellen zu wenig. Wir fordern, 40 Stellen am HSKD zu schaffen und diese für das Jahr 2024 durch Steuermehreinnahmen abzusichern sowie für die Folgejahre im Haushaltsentwurf der Stadt zu berücksichtigen. Darüber hinaus muss das HSKD ein Konzept vorlegen, wie der verbleibende, nicht auf diese Art abzusichernde Angebotsumfang, durch Angebotsanpassungen abgefangen bzw. durch alternative Beschäftigungskonzepte abgesichert werden kann. Neben der von der Verwaltung vorgeschlagenen Anhebung der Elternbeiträge um einmalig 10 Prozent fordert die SPD-Fraktion die Erhöhung der Sozialermäßigung von 50% auf 55%.", so Kultursprecherin der SPD-Fraktion Eileen Mühlbach.
