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Unfalltragödie auf der B 6 - Haftbefehl erlassen - Vater wollte Kinder mit in den Tod nehmen

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Nach dem tödli­chen Unfall auf der B 6 zwischen Dresden und Bischofs­werda ist gegen den BMW-Fahrer Haftbe­fehl erlassen worden. Ihm wird Mord vorge­worfen. Der 46-jährige Kosovo-Albaner wollte seine beiden Kinder - vier und fünf Jahre alt - mit in den Tod nehmen. Er habe die Tat einge­räumt. "Hinter­grund sind familiäre Zerwürf­nisse. Seine Frau hatte sich vor Kurzem von ihm getrennt", sagte Oberstaats­an­walt Sebas­tian Matthieu.

Sonntag­nach­mittag raste er mit den beiden Kindern auf der B 6 bei Fisch­bach frontal gegen zwei Bäume. Das Mädchen und der Junge starben an Ort und Stelle. Er überlebte.

Den herbei­ge­eilten Rettungs­kräften bot sich ein Bild des Grauens. Der BMW wurde regel­recht zerlegt. Motor­block, Auspuff, Federn Radauf­hän­gung, Glasscherben – verteilt auf Straße und Straßen­rand. Der Wagen überschlug sich, wurde rund 100 Meter weit geschleu­dert.

Die Mutter saß nicht im Wagen. Als sie vom Tod ihrer Kinder erfuhr, brach sie zusammen und erlitt einen Schock. Sie werde derzeit psycho­lo­gisch betreut, sagte ein Polizei­spre­cher unserem Sender. Das Auto wurde sicher­ge­stellt.

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Reporter Knut-Michael Kunoth