Unbekannte zündeln an geplanter Flüchtlingsunterkunft in Klotzsche - Zeugen gesucht
Unbekannte haben in der Nacht auf Samstag gegen halb eins versucht, die geplante Flüchtlingsunterkunft an der Alexander-Herzen-Straße in Klotzsche anzuzünden. Laut Polizei kletterten die Täter über einen Zaun und schütteten brennbare Flüssigkeit von der Fassade bis zum Zaun. Das Feuer erlosch jedoch von selbst, bevor es das Gebäude erreichte.
Die Polizei hat nun alles abgesperrt und sichert Spuren. Zudem hat das Polizeiliche Terrorismus- und Extremismus-Abwehrzentrum vom Landeskriminalamt die Ermittlungen übernommen und sucht jetzt Zeugen.
Wer etwas gesehen hat, soll sich bei der Polizeidirektion Dresden unter (0351) 483 22 33 melden.
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Zahlreiche Politiker verurteilen die Tat
Zahlreiche Politiker haben die Tat scharf verurteilt. "Diese Art von Menschenfeindlichkeit & Hass sind erschreckend und für sie gibt es keinen Platz in unserer Gesellschaft", twitterte Ministerpräsident Michael Kretschmer.
Dresdens Oberbürgermeister Dirk Hilbert: "Es ist unglaublich wie hier verhindert werden soll, Flüchtlingen zu helfen. Bei allen Herausforderungen, die die Aufnahme und Integration von Flüchtlingen hat, solche Aktionen sind völlig unakzeptabel und vehement zu ahnden. Und diese unsäglichen, menschenverachtenden Versuche zu stören werden nichts daran ändern, das wir Menschen helfen, die unsere Hilfe brauchen.„
Dresdens Baubürgermeister Stephan Kühn nannte den Anschlag "feige und rassistisch". Zudem schrieb er auf X (ehemals Twitter): "Gewalt ist keine Meinung! Ich hoffe, dass die Täter schnell gefasst werden. Wir werden die Schutzmaßnahmen erhöhen.
Am Samstagabend demonstrierten Dutzende Menschen vor Ort. Sie wollten damit ein Zeichen gegen rechten Hass und Hetze setzen.