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Umweltfreundliche Mobilität in Dresden auf dem Vormasch
Immer mehr Dresdner fahren öfters mit dem Rad. Sie lassen dafür das Auto zu Hause stehen. Das ergab die Verkehrsbefragung der TU Dresden im Auftrag der Stadt und der Verkehrsbetriebe. In den Vergangenen fünf Jahren stieg die Zahl der täglichen Fahrten mit dem Rad demnach rasant an. So fuhren im Winter 2018 doppelt so viele Dresdner Rad wie noch 2013. Vor allem jüngere Menschen nutzen das Fahrrad, so Verkehrsbürgermeister Raul Schmidt-Lamontain. Insgesamt wurden über 3.000 Einwohner Dresdens befragt, wie sie sich an einem normalen Werktag fortbewegen.
Pressemitteilung der Stadt Dresden
Verkehrsbefragung SRV 2018 zeigt stärksten Zuwachs im Radverkehr
Der Umweltverbund aus Fußverkehr, Radverkehr und Öffentlichem Personennahverkehr wächst seit 20 Jahren ungebrochen. Sein Anteil liegt nun bei 64 Prozent der genutzten Verkehrsmittel. Das ist das zentrale Ergebnis der Untersuchung „System repräsentativer Verkehrsbefragung (SrV)“, die 2018 im Auftrag der Landeshauptstadt Dresden, der Dresdner Verkehrsbetriebe und des Verkehrsverbundes Oberelbe durchgeführt wurde. Seit 1972 erhebt die Technische Universität Dresden im Fünf-Jahres-Rhythmus das Mobilitätsverhalten der Dresdner Wohnbevölkerung. Die Ergebnisse der elften Befragungsrunde sind jetzt ausgewertet und liefern wichtige Informationen für die Verkehrsentwicklungsplanung.
Größter Gewinner ist der Radverkehr: Die Anzahl der Fahrten per Rad stieg in fünf Jahren um 70 Prozent auf 362 000 Fahrten pro Tag. Der Anteil derer, die täglich Rad fahren, stieg von 16 auf 20 Prozent. Im Winter 2018 fuhren doppelt so viele Dresdner Rad wie 2013. 65 Prozent der Radfahrer fahren auch im Winterquartal regelmäßig. 57 Prozent der Dresdner wechseln im Alltag regelmäßig das Verkehrsmittel. Sie bewegen sich multimobil. Besitzen und Benutzen von Pkw folgen entgegengesetzten Trends: Die Pkw-Anzahl wächst, aber sie fahren seltener und kürzer. Bei jungen Menschen scheint der Führerscheinbesitz an Bedeutung zu verlieren. Der Anteil der Dresdner, die Car- oder Bikesharing nutzen, stieg von fünf auf 13 Prozent.
„Die Ergebnisse bilden ab, was wir schon länger wahrnehmen: Die Dresdner bewegen sich vorwiegend zu Fuß, mit dem Rad und dem Öffentlichen Nahverkehr. Als Landeshauptstadt Dresden setzen wir seit Jahren auf den umweltfreundlichen Umweltverbund – und damit liegen wir richtig“, ordnet Verkehrsbürgermeister Raoul Schmidt-Lamontain die Ergebnisse ein. „Das Mobilitätsverhalten ändert sich vor allem bei den jüngeren Menschen bis 45 Jahre: Sie nutzen das Fahrrad. Deshalb hat der Ausbau eines sicheren, lückenlosen und komfortablen Radwegenetzes allerhöchste Priorität“, so Schmidt-Lamontain weiter. Die Landeshauptstadt Dresden wird auch weiterhin konsequent den Umweltverbund aus Fuß, Rad und öffentlichem Nahverkehr fördern. Dazu der Verkehrsbürgermeister: „Dresden soll Vorreiterin bei der Umsetzung klimaneutraler Mobilität sein und damit langfristig einen Beitrag zu einer hohen Lebensqualität in der Stadt leisten. Die junge Generation verlangt von uns zurecht, dass wir unsere Verantwortung für eine lebenswerte Zukunft ernster nehmen. Ich möchte meine Verantwortung hierfür wahrnehmen.“
