Umweltamt warnt vor dem Betreten von Eisflächen
Das Winterwetter, die Tage mit Dauerfrost und Eisbildungen auf den Gewässern laden regelrecht zum Betreten von zugefrorenen Teichen und Flüssen ein. Das Umweltamt und die Feuerwehr warnen aktuell davor, die entstehende Eisschicht auf Teichen, Seen, Bächen und Flüssen zu betreten. Denn die Tragfähigkeit kann nicht wirklich überprüft werden. Daher besteht grundsätzlich die Gefahr, dass Personen beim Betreten einbrechen. Oft bilden sich unter Fließgewässern Hohlräume wegen schwankender Wasserstände.
Eltern sollten Kinder unbedingt aufklären und notfalls auch beaufsichtigen. Erwachsene sollten sich stets ihrer Vorbildrolle bewusst sein.
Außerdem dürfen vereiste Bäche oder Flüsse keinesfalls eigenständig aufgebrochen werden, so das Umweltamt. Sobald sich Schollen oder Bruchstücke in Bewegung setzen, kann an Engstellen, Krümmungen und Hindernissen sogenannter Eisversatz entstehen. Dabei schiebt sich das Eis übereinander und türmt sich auf. Das Wasser kann sich pberhalb der Schollen Wege bahnen und stauen, was zu Überflutungen führen kann. Ein Rückstau mit Überflutung kann auch eintreten, wenn geräumter Schnee in die Flüsse entsorgt wird. Dies soll bitte unterlassen werden, denn Schneehaufen im Gewässer oder am Ufer können durchfrieren und zum Fließhindernis werden.
Aber auch Brücken, Gewässeranlagen und sogar Deiche können durch die Eisschollen beschädigt werden.
Bei dauerhaft tiefen Temperaturen kontrollieren Fachleute des Umweltamtes die kleineren Gewässer im Stadtgebiet auf Eisgang. Weißeritz und Lockwitz liegen in der Zuständigkeit des Landestalsperren-Verwaltung des Freistaates Sachsen. Insbesondere in der Tauperiode kann Eis eine Gefahr darstellen, wenn auch mit Hochwasser zu rechnen ist. Allerdings war das bei den kleineren Gewässern selbst im harten Winter 2006 kein essentielles Problem.
