Ulbig fordert weitere Schritte zur Ausweisung krimineller Ausländer
Innenminister Markus Ulbig verlangt weitere Maßnahmen zur Abschiebung krimineller Ausländer. „Die Kabinettsbeschlüsse in Berlin zur Ausweisung straffälliger Asylbewerber können lediglich ein erster Schritt sein“, sagte Ulbig am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur. Die Ausreisepflicht lasse sich nur durchsetzen, wenn keine Abschiebehindernisse vorliegen. „Allein bei Tunesiern scheitern wir immer wieder an fehlenden Passdokumenten“, schilderte der Minister. „Hier muss die Bundesregierung weiterhin Druck auf die betroffenen Staaten ausüben.“ Sachsen hatte im Dezember erstmals eine Statistik zur Kriminalität von Flüchtlingen veröffentlicht. Demnach verhält sich die große Mehrheit von ihnen gesetzestreu. Allerdings wurden in den ersten neun Monaten 2015 auch 10 397 Straftaten von Zuwanderern verübt - fast die Hälfte ging auf das Konto von Mehrfach- und Intensivstraftäter. Asylsuchende aus Tunesien stellten mit knapp 24 Prozent den größten Anteil unter allen Tatverdächtigen - obwohl sie nur vier Prozent der Zuwanderer ausmachen. (dpa)