Übung zu Chemieunfall bei Wacker in Nünchritz
Bei Wacker Chemie in Nünchritz wird am frühen Dienstagabend der Ernstfall geprobt. Neben der Werksfeuer machen dabei auch die Rettungskräfte der Umgebung mit. Simuliert wird ein Chemieunfall - bei dem Menschen gerettet und versorgt und ein Leck abgedichtet werden muss. Zu Übungszwecken gibt es in diesem Jahr auch Sirenenalarm und Lautsprecherdurchsagen. Anwohner müssen zudem mit einer vorübergehenden Sperrung der S 88 rechnen. Start der Übung ist um 17:30 Uhr. Eine jährliche Übung ist laut Landesdirektion Sachsen für die WACKER-Werkfeuerwehr vorgeschrieben. Geübt wird die Zusammenarbeit mit den Freiwilligen Feuerwehren der Gemeinde Nünchritz sowie der Freiwilligen Feuerwehr der Gemeinde Glaubitz. Die Kräfte werden wie im realen Einsatzfall durch die Sirenen alarmiert. Wacker teilte dazu im Detail mit: "Das Übungsszenario enthält an Übungsschwerpunkten die Lageerkundung, die Durchführung eines Gefahrguteinsatzes mit Niederschlagen einer Schadstoffwolke und Abdichten einer Leckage, Maßnahmen zur Menschenrettung und der medizinischen Erstversorgung von „Verletzten“ sowie die Wasserversorgung der Löschtechnik zur Niederschlagung von Emissionen. Die Übung wird unter Berücksichtigung der tatsächlichen Bedingungen wie z.B. Windrichtung durchgeführt." Insgesamt werden über 100 Kräfte an der Einsatzübung teilnehmen. Nach der Einsatzübung finden Auswertungen mit der Werk-Einsatzleitung, den Einsatzteams, der Werkfeuerwehr, den Freiwilligen Feuerwehren und der Johanniter Unfallhilfe statt, hieß es.Während des Jahres führen die Freiwilligen Feuerwehren unter Anleitung der Werkfeuerwehr regelmäßig Ausbildungen im Werk durch. Sie machen sich dabei vertraut mit den Gegebenheiten sowie dem Lageplan der einzelnen Objekte im Werk und trainieren ihre Spezialaufgaben wie den Aufbau der Wasserversorgung oder den Umgang mit der Gefahrguttechnik am werkeigenen Abrollbehälter.