Übigauer Insel soll ab 2022 besser vor Hochwasser geschützt werden
Übigau soll ab 2022 Hochwasserschutz-Anlagen erhalten. Darüber informierte die Landestalsperrenverwaltung in der vergangenen Woche bei einer Bürgerversammlung. In Übigau ist eine Bürgerinitative sehr aktiv, die zusammen mit der Feuerwehr den Hochwasserschutz vorantreibt. Zu der Versammlung in der vergangenen Woche hatte u. a. auch der ehemalige Innenminister und CDU-Landtagsabgeordnete Markus Ulbig eingeladen.
Vorplanungen laufen
Baugrunduntersuchungen und Vorplanungen sind bereits angelaufen, hieß es. Mit Anwohnern, die von Baumaßnahmen betroffen sind, werde man sich bereits in den nächsten Wochen abstimmen. Zuständig für den baulichen Hochwasserschutz an der Bundeswasserstraße Elbe für Übigau ist die Landestalsperrenverwaltung (LTV), teilten Stadtverwaltung und Feuerwehr Dresden mit: "Aktuell befinden sich die vorgesehenen Maßnahmen in der Vorplanung. Die betroffenen Grundstückseigentümer werden angehört und sämtliche Belange für die notwendigen Eingriffe während der Bauphase und danach in bilateralen Gesprächen zwischen den Betroffenen und der LTV abgestimmt."
Pläne bis zum Jahresende fertig
Die Landestalsperrenverwaltung beabsichtigt die Vorlage bis Jahresende als Genehmigungsplanung fertigzustellen. Zum weiteren Planungsstand und den Bauablauf sollte die zuständige Behörde (LTV) befragt werden.
In Übigau sind 2.725 Einwohner von einem möglichen Hochwasser betroffen. Wie stark, ist sehr unterschiedlich, hieß es. Dies sei abhängig von der Nähe zur Stromelbe bzw. zur Kaditzer Flutrinne, der Höhe und der baulichen Ausführung der Gebäude. "Vereinzelt wurden auch Objektschutzmaßnahmen durch den Gebäudebetreiber realisiert (z. B. die Lindenschänke), was die Folgen eines Hochwassers signifikant reduziert", teilte die Feuerwehr mit.
Hinsichtlich der Elbe ist das Ziel der Landeshauptstadt Dresden der Schutz gegen ein hundertjähriges Hochwasser (HQ100). Nach Fertigstellung der Baumaßnahmen sei ein Hochwasserschutz für diesen Fall gesichert, hieß es.
Bis zur Wirksamkeit der Maßnahmen unterstützt die Feuerwehr Dresden die „Bürgerinitiative Hochwasserschutz Übigauer Insel“ BI im Hochwasserfall mit der Bereitstellung und Nachlieferung des notwendigen Materials (Sandsäcke, Sand, Folien, etc.) und der Einrichtung einer Einsatzabschnittsleitung in der Ortslage, teilte die Feuerwehr mit. Die mobilen Hochwasserschutzmaßnahmen werden durch die BI umgesetzt. Eine von der Feuerwehr Dresden getragene Verbau-Schulung fand bereits 2015 statt. Die nächste praktische Übung ist für den 9. Juni 2018 vorgeplant.