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Übermütige Kinder auf Bahngleisen lösen Polizeieinsatz aus

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Drei Kinder haben sich am Haltepunkt Pieschen in Lebensgefahr gebracht. Sie wurden dabei beobachtet, wie sie auf den Gleisen rumgelaufen sind. Die Bundespolizisten konnten die drei Kinder wenig später in einer S-Bahn stellen und sie über ihr lebensgefährliches Verhalten aufklären. Danach wurden sie ihren Eltern übergeben.

Auch in Niederau musste die Bundespolizei eingreifen: eine 32-jährige hatte sich auf die Gleise gesetzt, als ein Zug einfuhr. Sie hatte sich geweigert aufzustehen. Bundespolizisten haben sie dann von den Gleisen getragen. Ihr droht jetzt ein saftiges Nachspiel: eine Streckensperrung, sechs verspätete Züge mit insgesamt 224 Minuten, eine Anzeige wegen der Vornahme einer betriebsstörenden Handlung und die Kosten des Polizeieinsatzes.

In diesem Zusammenhang weißt die Bundespolizei noch einmal darauf hin, dass das Betreten der Bahngleise verboten ist. Bahngleise sind weder Spielplatz noch Fotostudio. Wer sich über dieses Verbot hinwegsetzt, muss nicht nur mit saftigen Strafen rechnen, sondern begibt sich auch in Lebensgefahr. Es wird weiterhin darauf hingewiesen: "Züge können, anders als Fahrzeuge auf der Straße, Hindernissen nicht ausweichen und haben aufgrund ihrer großen Masse einen Bremsweg von bis zu 1.000 Metern. Außerdem muss berücksichtigt werden, dass moderne Züge wesentlich leiser und damit erst sehr viel später zu hören sind, als ihre Vorgängermodelle. Die Geschwindigkeit ist ebenfalls nicht zu unterschätzen: schnellfahrende Züge sind beispielsweise im Durchschnitt mit 160 km/h unterwegs - auch in einigen Bahnhöfen und an Haltepunkten. Bei dieser Geschwindigkeit legt ein Zug 100 m in nur 2,25 Sekunden zurück."