• Auf der Budapester Straße gibt es nun ein Überholverbot für LKW

  • Auf den Brückenrampen gilt nun eine Beschränkung von maximal 30 Tonnen.

Überholverbot für LKW auf Budapester Straße

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Auf der Budapester Straße in Dresden gilt seit einigen Tagen ein Überholverbot für Fahrzeuge über dreieinhalb Tonnen. Zudem dürfen auf den Brückenrampen Fahrzeuge nicht schwerer als 30 Tonnen sein. Reinhard Koettnitz aus dem Straßen- und Tiefbauamt teilte auf Anfrage mit: "Die Schilder mit der Beschränkung auf 30 t auf den seitlichen Rampen und dem Überholverbot für Fahrzeuge über 3,5 t auf den Hauptzügen wurden am 31.07.2018 aufgestellt."

Neue Richtlinie des Bundes sorgt für neue Begrenzungen

Grund ist eine neue Richtlinie des Bundes zur Nachrechnung von Straßenbrücken, teilte das Straßen- und Tiefbauamt auf Anfrage mit. Alle Brücken, die nach älteren Standards bemessen wurden, müssen demnach statisch nachgerechnet werden.

Koettnitz erläutert dazu im Detail: "Die Nachrechnung der Bestandsbrücken auf die neuen Beanspruchungsmodelle hat das ehemalige Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung mit der "Richtlinie zur Nachrechnung von Straßenbrücken im Bestand“ vom Mai 2011/Ergänzung 2015 verbindlich angeordnet."

Und weiter erklärte Koettnitz: "Alle Brücken, die nach DDR-Standards oder DIN 1072 - Straßen- und Wegbrücken, Lastannahmen - bemessen wurden, müssen gemäß dieser Richtlinie statisch nachgerechnet werden. Es war damit zu rechnen, dass für einige Bauwerke das Ziellastniveau für die aktuellen Beanspruchungsmodelle nicht nachgewiesen werden kann. Gleichzeitig entfiel durch die Aufhebung alter Allgemeiner Rundschreiben Straßenbau (ARS) die Befreiung von der Beschilderungspflicht für die Brückenklassen (BKL) 30 und 30/30 nach DIN 1072. Ein Teil der Bestandsbrücken der Landeshauptstadt Dresden ist vor 1990 entstanden und nach DDR-Standard für Belastungsklassen bis 30 Tonnen Fahrzeuggesamtgewicht bemessen worden. Bislang ging man davon aus, dass sie den Verkehrslastmodellen der DIN 1072 dennoch ausreichend gewachsen waren.
Diese Bauwerke müssen nun beschildert werden."