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Über 8000 Lebensmittelkontrollen in Dresden

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Die Dresdner Lebensmittelüberwachung und das Veterinäramt haben im vergangenen Jahr mehr als 4000 Betriebe in Dresden kontrolliert, sie haben dabei über 8000 Kontrollen durchgeführt. Ein Großteil der Betriebe arbeitet sauber. In 37 Fällen waren Speisen oder Arbeitsräume so verdreckt, dass Bußgeldverfahren eingeleitet wurden - fünfmal gab es Strafanzeigen. Die Zahl der Beanstandungen blieb auf dem Vorjahresniveau.

Besonders gravierend waren beispielsweise Fälle mit Algen auf den Armaturen, einer völlig versifften Friteuse oder Mäusen, die sich über Chipstüten hergemacht haben. Der Großteil der Lebensmittelhändler, Gastronomen und Imbissbetreiber arbeitet aber sauber, so das Fazit der Kontrolleure.

Die Bilanz im Detail:

Die Lebensmittelüberwachung in Dresden verantworten derzeit 26 Lebensmittelkontrolleure, ein Sachbearbeiter für Lebensmittelhygiene und Lebensmittelkontrolle, fünf amtliche Tierärzte und drei Lebensmittelchemiker. Sie kontrollieren in Betrieben, auf Märkten, Messen und bei Festen. 6425 Betriebe insgesamt hat die Lebensmittelüberwachung in Dresden für die Kontrollen 2018 erfasst. Aktuell wird dieser Bestand gemeinsam mit dem Gewerbeamt gepflegt. Wer kein Gewerbe hat, meldet sich selbst als Lebensmittelunternehmer per Internet an. 2018 sind von allen gelisteten Betrieben 4017 kontrolliert worden (siehe Zahlen in der Klammer). Dazu gehören: 445 (51) Primärerzeuger, wie Milchbetriebe, Gartenbaubetriebe, Weinerzeuger; 126 (92) Hersteller und Abpacker von Fertiggerichten, Feinkost, Kosmetik, Tabak u. a.; 149 (72) Importeure, Exporteure und Großhändler z. B. im Obst- und Gemüsegroßhandel und Kühlhäuser sowie 2125 (1195) Einzelhändler, wie Supermärkte, Bäckereifilialen, Drogerien und Internethandelsunternehmen; 3372 (2433) Dienstleistungsbetriebe: vorwiegend Küchen, Restaurants, Imbissbetriebe und Hotels aber auch die Tagesmütter und -väter; 194 (173) Hersteller mit Verkauf auf Einzelhandelsebene wie z.B. Fleischereien, Bäckereien, Konditoreien und Speiseeishersteller.

2018 haben die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Lebensmittelüberwachung in den 4017 kontrollierten Betrieben 91 Verstöße (2017 waren es 94) festgestellt. Beanstandet wurde 2018 vor allem die allgemeine Betriebshygiene, die Ordnung und die Sauberkeit (35 Prozent), gefolgt von Beanstandungen hinsichtlich der Bewertung von HACCP- und betrieblichen Eigenkontrollkonzepten und Schulungen des Personals mit 29 Prozent. Nicht korrekt waren bei 19 Prozent der Lebensmittel deren Kennzeichnung und Aufmachung. Bei zwei Prozent der Lebensmittel stimmte die Zusammensetzung nicht.

Aus gravierenden Verstößen zu den Kontrollen und Beanstandungen bei den Proben resultierten 37 Bußgeldverfahren und fünf Strafanzeigen. Das waren acht Bußgeldverfahren weniger als 2017, dafür drei Strafverfahren mehr als im Vorjahr. Insgesamt wurden im vergangenen Jahr 8364 Kontrollen durchgeführt, davon 561 Nachkontrollen. Mit 1713 Kontrollen auf Märkten, Festen, Sonderveranstaltungen und Messen stellten diese einen der Schwerpunkte der Überwachungstätigkeit der Kontrolleure dar. In den Imbiss- und Marktständen werden nicht nur die bauliche Ausstattung, Ordnung und Sauberkeit sowie die Bereitstellung von Wasser zum Händewaschen geprüft, sondern auch die ordnungsgemäße Kennzeichnung von Allergenen und Zusatzstoffen und auch, ob ein Lebensmittelunternehmer, der Prosecco in seiner Getränkekarte auslobt, diesen auch tatsächlich im Kühlschrank hat und nicht nur den billigeren Vino Frizzante.