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TU Dresden geht mit sechs Anträgen für Exzellenzcluster in die nächste Runde

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Die TU Dresden hat es in die nächste Runde für die Bewer­bung als Exzel­lenz-Uni geschafft. Mit sechs von acht Anträgen für sogenannte Exzel­lenz­cluster kann sich die Uni jetzt ausführ­lich bewerben. Das verkün­dete am Freitag die Deutsche Forschungs­ge­mein­schaft. TU-Rektor Hans Müller-Stein­hagen sagte, dies sei ein phantas­ti­scher Erfolg. Im Rennen um das Förder­pro­gramm des Bundes sind Forschungs­pro­jekte in den Berei­chen Bioen­gi­nee­ring, Biome­dizin, Gesund­heits­wis­sen­schaften, Infor­ma­ti­ons­technik, Intel­li­gente Werkstoffe und Struk­turen sowie Mikro­elek­tronik. Der Titel Elite-Uni ist mit Förder­gel­dern in Millio­nen­höhe verbunden. Die endgül­tige Entschei­dung fällt im Herbst 2018.Folgende Cluster wurden zum Vollan­trag aufge­for­dert:cfaed: Center for Advan­cing Electro­nics DresdenDas cfaed wird bereits seit 2012 im Rahmen der Exzel­lenz­in­itia­tive als Exzel­lenz­cluster geför­dert. Es stellt sich den größten Heraus­for­de­rungen auf dem Gebiet der Elektronik. Die immer kleineren Struk­turen der heutigen Techno­logie kommen an die physi­ka­li­schen, atomaren Grenzen. Durch Einsatz neuer Materia­lien und unter anderem inspi­riert durch die Biologie erforscht das cfaed völlig neue Elektronik für die Infor­ma­ti­ons­ver­ar­bei­tung. Ziel sind noch gerin­gere Abmes­sungen, höhere Geschwin­dig­keit und gestei­gerte Energie­ef­fi­zienz, Kosten­re­duk­tion sowie die Reali­sie­rung neuer Funktio­na­li­täten. Das Cluster setzt dabei auf einen ganzheit­li­chen Ansatz von den moleku­laren Ausgangs­ma­te­ria­lien bis hin zu hochin­te­grierten Verar­bei­tungs­sys­temen.DTRC: Trans­la­tio­nales Regene­ra­ti­ons­cluster DresdenLebens­lange Gesund­heit durch Regene­ra­ti­ons­for­schung ist das Leitbild, nach dem das Cluster in einem ganzheit­li­chen Ansatz neue Behand­lungs- und Präven­ti­ons­the­ra­pien erfor­schen will. Im DTRC wollen Forscher der Lebens­wis­sen­schaften der TU Dresden, gemeinsam mit Medizi­nern des Univer­si­täts­kli­ni­kums, diesen Ansatz verfolgen. Langfris­tiges Ziel von trans­la­tio­naler Regene­ra­ti­ons­for­schung ist die Verbes­se­rung der Lebens­qua­lität der Patienten und damit Senkung der Gesund­heits­aus­gaben für chroni­sche Krank­heiten. Dabei geht es darum, Erkennt­nisse zur Regene­ra­tion, die bei Tieren gelingt,  auf den Menschen zu übertragen und bis zur klini­schen Anwen­dung zu führen.DCM: Zentrum für Materiomik DresdenDas DCM will neuar­tige program­mier­bare Materia­lien erfor­schen und entwi­ckeln. Dabei stehen Techno­lo­gien und Simula­ti­ons­werk­zeuge im Mittel­punkt, die die Übertra­gung von Materi­al­ei­gen­schaften und -funktionen auf der Nanoskala in Anwen­dungen auf der Makro­ebene ermög­li­chen – vom Bit zum Atom zum System.PoL: Physik des LebensDas Leben zu verstehen, ist eine der größten und komple­xesten wissen­schaft­li­chen Heraus­for­de­rungen. Das Cluster will den grund­le­genden Fragen in der Zell- und Entwick­lungs­bio­logie auf den Grund gehen und dabei einen Paradig­men­wechsel anstoßen: Die dem Leben zugrunde liegenden biolo­gi­schen Prozesse als komplexe physi­ka­li­sche Phäno­mene zu begreifen.ct.qmat: Komple­xität und Topologie in Quanten­ma­te­ria­lienNeuar­tige Materia­lien mit speziell zugeschnit­tenen Funktionen sind die Grund­lage des Fortschritts in praktisch allen Berei­chen moderner Techno­logie. ct.qmat  setzt auf Quanten­me­chanik im atomaren Bereich, die in Verbin­dung mit der topolo­gi­schen Physik sowie der chemi­schen und physi­ka­li­schen Komple­xität noch nie dagewe­sene Eigen­schaften und Phäno­mene hervor­bringt. Dieser Cluster­an­trag wird im Verbund mit der Univer­sität Würzburg gestellt. CeTI: Zentrum für Taktiles Internet CeTI soll eine effizi­ente Zusam­men­ar­beit zwischen Mensch und Maschine voran­treiben. Eine künftige Anwen­dung ist  das Co-Working von Mensch und Maschine mit gegen­sei­tigem Lernen. Dazu braucht es sowohl neue Kommu­ni­ka­ti­ons­tech­no­lo­gien zur Unter­stüt­zung von Echtzeit als auch das Verständnis des mensch­li­chen Körpers und dessen Reakti­ons­ver­mö­gens.Darüber hinaus wird bereits seit 2006 das Exzel­lenz­cluster CRTD (Center for Regene­ra­tive Thera­pies Dresden) im Rahmen der Exzel­lenz­in­itia­tive geför­dert. Da es mit insge­samt zwei Förder­phasen die maximale Finan­zie­rungs­lauf­zeit aus Mitteln der Exzel­lenz­in­itia­tive erreicht hat, war hier kein Folge­an­trag möglich. Das CRTD wird aber aus Mitteln des Sächsi­schen Staats­mi­nis­te­riums für Wissen­schaft und Kunst und der TU Dresden dauer­haft weiter­fi­nan­ziert, um die hervor­ra­genden wissen­schaft­li­chen Arbeiten nahtlos fortsetzen zu können.Für die beiden Projekte, die aufgrund des starken Wettbe­werbs nicht zu Vollan­trägen aufge­for­dert wurden, wird die TU Dresden nun überlegen, ob sie in Teilen gegebe­nen­falls über andere Förder­pro­gramme reali­siert werden können. Der weitere Zeitplan im Exzel­lenz­wett­be­werb sieht vor, dass die Vollan­träge für die Exzel­lenz­cluster bis zum 21. Februar 2018 einge­reicht werden müssen. Für September 2018 ist die Entschei­dung über die Cluster­an­träge geplant, so dass die Exzel­lenz­cluster ab Jahres­be­ginn 2019 starten können. Im Dezember 2018 werden dann die vollstän­digen Anträge für die Förder­linie Exzel­len­z­uni­ver­si­täten einge­reicht.