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Stauffenbergallee wird saniert: Das ändert sich für Autofahrer und Radler

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Dresdens schlimmste Holperpiste gehört künftig der Vergangenheit an! Die Stauffenbergallee, die auch von vielen Autofahrern auf dem Weg zur Autobahn genutzt wird, wird endlich saniert.

Die Bauarbeiten sind bereits Anfang Mai gestartet. Bis Oktober 2025 geht es dem 1,5 Kilometer langen Abschnitt zwischen dem Hammerweg und der Rudolf-Leonard-Straße an den Kragen. 

Nachfolgend die wichtigsten Fragen und Antworten.

Was ändert sich für die Autofahrer?

Der alte Asphalt und die Pflastersteine kommen raus, neuer Asphalt rein. Autofahrer können sich also künftig auf eine deutlich angenehmere Fahrt freuen. Es wird dabei - wohl sehr zur Freude der Anwohner - auch deutlich leiser.

Richtung stadteinwärts und auch stadtauswärts bleibt es bei jeweils einer Spur. Am Rand bleiben die Pflaster auf den Parkflächen erhalten.

Was passiert während der Bauzeit?

Gebaut wird unter Verkehr in beiden Richtungen. "Weil wir auch in die Tiefe gehen, also SachsenEnergie Leitungen verlegt, dauert das alles sehr lange. Insgesamt sind es sieben einzelne Bauabschnitte", erklärte Simone Prüfer die lange Bauzeit. "Das aufwändigste an der Baumaßnahme ist die Verkehrsführung".

Unter Vollsperrung sei man zwar deutlich schneller fertig, so Prüfer, aber das habe man vermeiden wollen.

Wie profitieren Radfahrer von der Sanierung?

Wenn alles fertig wird, gibt es erstmals auf dem Abschnitt auch Radwege. Stadteinwärts nutzen die Radler einen gemeinsamen Geh- und Radweg. Beides ist baulich voneinander getrennt, sagte uns Simone Prüfer vom Straßen- und Tiefbauamt.

Stadtauswärts gibt es einen Radstreifen auf der Fahrbahn. Dazu wird auch an einen Sicherheitsabstand zu den parkenden Autos gedacht, damit die sogenannten "Dooring"-Unfälle vermieden werden.

Was erwartet Fußgänger?

Fußgänger können sich über neue Gehwege, aber auch zwei Querungshilfen freuen. In welcher Form diese entstehen, ob als Zebrastreifen oder Ampel, ist noch nicht bekannt.

Warum wird die Stauffenbergallee nicht sofort grundhaft ausgebaut?

Die Stauffenbergallee wird nicht komplett grundhaft ausgebaut. Das ist erst in mehreren Jahrzehnten der Fall.

Weil die Straße aber in einem sehr schlechten Zustand ist, wurde sich nun für diese Zwischenvariante entschieden.

Zudem soll die Stauffenbergallee ab 2026 auch als Umleitungsstrecke für die Königsbrücker Straße genutzt werden. Diese ist ebenfalls in einem sehr sanierungsbedürftigen Zustand.

"Die Gleise müssen erneuert werden, die Leitungen, die unter der Fahrbahn liegen, müssen ausgetauscht werden... Also auch dort haben wir großen Handlungsbedarf", so Baubürgermeister Stephan Kühn. "Das sind also zwei sehr wichtige, sehr große Baustellen, die wir als Stadt nun angehen."

Was kostet das alles?

Insgesamt kostet das Vorhaben rund 2,9 Millionen Euro. Davon gibt es rund eine Million als Fördermittel vom Freistaat Sachsen.

SachsenEnergie investiert einen sechsstelligen Betrag für die Neuverlegung von Leitungen.

Wie kommen die LKWs zum Zollhof?

Zunächst sind die Arbeiten am Hammerweg gestartet. Ab Herbst rückt die Baustelle Richtung stadteinwärtige Richtung vor.

Dort befindet sich auch der Zollhof. Für die Abfertigung parken viele LKWs auf der Stauffenbergallee. "Das ist dann ab Herbst nicht mehr möglich. Aber dank der Unterstützung der SachsenEnergie haben wir am Hammerweg eine Fläche für die LKWs bereitstellen können", sagte Kühn. Bis zu 45 LKWs haben dort Platz.

Was ist mit dem ÖPNV?

"Die Baumaßnahmen werden so koordiniert, dass mögliche Bushaltestellen nachgerüstet werden können", so Baubürgermeister Stephan Kühn. Aktuell könne kein Bus die Fahrbahn aufgrund des schlechten Zustandes nutzen.

Zudem sei eine neue Buslinie und deren Finanzierung noch unklar. An die Option werde aber gedacht, betonte Kühn.