Trotz Anschlag in Magdeburg: Weihnachtsmärkte in Dresden geöffnet
Nach dem Anschlag auf den Weihnachtsmarkt in Magdeburg hat die Landeshaupt Dresden in enger Zusammenarbeit mit den zuständigen Sicherheitsbehörden alle Schutzmaßnahmen auf den Weihnachtsmärkten in der Stadt überprüft. Insbesondere der Striezelmarkt und der Weihnachtsmarkt am Neumarkt sind mit geschlossenen Zufahrtsschutzvorrichtungen ausgestattet, um die Sicherheit der Besucher zu gewährleisten. Der Schutz der Konzessionsmärkte wird fortlaufend überprüft und situativ angepasst. Dies umfasst den Einsatz zusätzlicher Schutzmaßnahmen, wie beispielsweise Container oder Polizeifahrzeuge, in enger Abstimmung mit den zuständigen Behörden.
Da es derzeit nach Einschätzung der Sicherheitsbehörden keine Hinweise auf eine konkrete Gefährdungssituation für Dresden gibt, öffnen die Weihnachtsmärkte in der Stadt – wenn auch unter dem Eindruck der schrecklichen Ereignisse in Magdeburg: „Mit großer Bestürzung habe ich von der Gewalttat in der Landeshauptstadt Magdeburg erfahren. Auch wenn zum jetzigen Zeitpunkt noch viele Fragen zu Täter und Motiv offen sind, möchte ich im Namen der Dresdnerinnen und Dresdner mein tiefes Mitgefühl ausdrücken. Unsere Gedanken sind bei den Angehörigen und Freunden der Opfer sowie den Verletzten, denen wir schnellstmögliche Genesung wünschen“, drückt Dresdens Oberbürgermeister Dirk Hilbert seine Anteilnahme aus.
Unterdessen hat die Polizei ihre Präsenz auf den Weihnachtsmärkten in der Stadt erweitert. Nach einer bundesweiten Abstimmung hat sich für die Dresdner Polizei die Bewertung der Gefährdungslage nicht geändert. Die Polizeidirektion Dresden geht weiterhin von einer abstrakten Gefährdung der Dresdner Weihnachtsmärkte aus. Konkrete Hinweise auf eine Störung liegen nicht vor. Vor dem Hintergrund hat sich die Dresdner Polizei gegen eine Schließung der Dresdner Weihnachtsmärkte ausgesprochen.
Gemeinsam mit der Landeshauptstadt Dresden prüften heute Vormittag Polizisten die bestehenden Schutzmaßnahmen auf den Dresdner Weihnachtsmärkten. Der Schwerpunkt lag dabei auf dem Zufahrtsschutz. Im Ergebnis werden an einigen Stellen zusätzliche Indutainer (mobile Sperren) und Polizeifahrzeuge als Fahrzeugsperren aufgestellt.
Darüber hinaus wird die Polizeidirektion Dresden ihre Präsenz bis zum Ende der Weihnachtsmärkte erhöhen. Sie erhält dabei Unterstützung von der sächsischen Bereitschaftspolizei. Die zusätzlichen Einsatzkräfte werden an den Zugängen der Märkte - offen sichtbar - präsent sein
Heute, am Sonnabend, 21.12.2024, findet um 19 Uhr auf dem Dresdner Striezelmarkt eine Gedenkminute statt. In Vertretung des Oberbürgermeisters nimmt Bürgermeister Jan Pratzka teil.
