Trinkwasser in Dresden wird teurer
Die Sachsen Energie-Tochter Drewag führt mit dem Jahreswechsel ein neues Berechnungsmodell für das Dresdner Trinkwasser ein. Das neue Modell soll neben dem eigentlichen Verbrauch auch die Produktionskosten besser berücksichtigen.
Weil diese gestiegen sind, werden die Trinkwasserpreise ab 1. Januar leicht steigen. Für einen Dresdner Haushalt bedeutet das im Durchschnitt pro Monat zwischen einem und zwei Euro mehr.
75 bis 80 Prozent der Kosten für sauberes Trinkwasser sind den Angaben zufolge Fixkosten, die in die sehr aufwändige und hochkomplexe sowie teure Infrastruktur zur Aufbereitung und Verteilung des Wassers fließen. Das sich daraus ergebende Verhältnis der fixen Kosten zu den verbrauchsabhängigen Kosten findet sich in der aktuellen Wasserpreisstruktur von SachsenEnergie/DREWAG noch nicht wieder.Es dominiert der Verbrauchspreis gegenüber dem jährlichen Grundpreis, so Sachsen Energie.
Um eine daraus möglicherweise entstehende Schieflage und unverhältnismäßige Mehrkosten bei einzelnen Kundengruppen zu vermeiden, hat Sachsen Energie das Modell überprüft. „Ziel der Untersuchungen war es außerdem, die Wassertarife ausgewogener zu gestalten und so die Zuverlässigkeit der Wasserversorgung in Dresden auf Dauer zu gewährleisten“, so eine Sprecherin. Das ist durch ein alternatives Verhältnis zwischen Grund- und Verbrauchspreis möglich, welches die ursächlichen Kosten maßstabsgerecht widerspiegelt.
