Totschlagsprozess am Landgericht
Am Dresdner Landgericht hat am Mittwoch der Totschlagprozess gegen einen 29-jährigen Marokkaner begonnen. Er soll im April einen Landsmann in der Asylunterkunft in Löbtau an der Tharandter Straße mit einem Messer getötet haben. Er wurde kurz danach gefasst. Hintergrund für die Tat waren nach Erkenntnissen der Ermittler gestohlene Handys und Drogengeschäfte. Für das Opfer kam jede Hilfe zu spät. Der 32-Jährige verblutete. Der aus Casablanca stammende Beschuldigte war laut Anklage zur Tatzeit betrunken. Der Verteidiger erklärte, der Angeklagte sei angegriffen worden und habe in Notwehr gehandelt. Er könne sich wegen Alkohol- und Drogen an Details der Tatnacht nicht erinnern.Die Schwurgerichtskammer des Dresdner Landgerichts hat insgesamt fünf Verhandlungstage bis Anfang Januar terminiert, einen Sachverständigen sowie fünf Zeugen geladen.