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Tote Fische am Großteich in Moritzburg

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Am Großteich in Moritz­burg haben Spazier­gänger am Mittwoch­mittag unzäh­lige tote Fische entdeckt. Im Bereich der Fußgän­ger­brücke waren zahlreiche Kadaver von Weißfi­schen am Ufer zu sehen. Ein Hörer infor­mierte auch uns darüber via Twitter und schrieb: "Da will man schön mit den Hunden um den Moritz­burger Großteich wandern - und dann sieht's da so aus! Lauter tote Fische!" Zudem habe es furchtbar gestunken.Teich­wirt­schaft Moritz­burg: Sauer­stoff­mangel nach AbfischenWir haben daraufhin Falk Hermann von der Teich­wirt­schaft Moritz­burg kontak­tiert. Er teilte uns auf Anfrage mit, dass es nach dem Abfischen einen Sauer­stoff­mangel im Teich gab. Man habe das Problem erkannt und jetzt den Sauer­stoff­ge­halt erhöht. Die toten Fische wurden wegge­räumt. "Das ist leider passiert, wir haben uns der Sache sofort angenommen", sagte Hermann. Zu dem Sauer­stoff­mangel war es nach dem Abfischen gekommen, nachdem der Teich wieder langsam befüllt wurde. "Das sollte nicht so sein, ist aber passiert", so Hermann. Bei der Gemeinde Moritz­burg war zunächst noch nichts bekannt, aber auch dort wurde ein Zusam­men­hang zum Abfischen vermutet. Kreisum­weltamt: Kein VerstoßDas Kreisum­weltamt kennt das Problem, teilte Landkreis­spre­cherin Kerstin Thöns am Donnerstag mit: "Es liegt kein Verstoß gegen das Natur­schutz­ge­setz vor, sondern die empfind­li­chen Weißfi­sche sind beim Abfischen gestorben." Ursachen waren die Witte­rung im Zusam­men­hang mit dem Blaual­gen­be­fall im Teich, teilte Thöns mit.Fisch- und Waldfest in Moritz­burgAm letzten Oktober­wo­chen­ende steht das tradi­tio­nelle "Fisch- und Waldfest" in Moritz­burg an, dafür werden die Teiche nachein­ander abgelassen und abgefischt. Die Teiche in Moritz­burg speisen sich aus Regen­wasser, sie sind mitein­ander verbunden und werden nachein­ander abgelassen und abgefischt. Zum Fisch- und Waldfest werden tausende Besucher in Moritz­burg erwartet.(Redak­tio­neller Hinweis: der Artikel wurde am Donnerstag um die Infor­ma­tionen des Kreisum­welt­amtes ergänzt.)