++ EIL ++

Tödlicher Arbeitsunfall in Tagebau: Ermittlungen wegen fahrlässiger Tötung

Zuletzt aktualisiert:

Nach dem Tod eines 37 Jahre alten Mannes im Tagebau Friedrichswalde-Ottendorf bei Pirna wird gegen einen 36-jährigen Kollegen ermittelt. Wie Polizei und Staatsanwaltschaft mitgeteilt haben, besteht der Verdacht der fahrlässigen Tötung.

Nach bisherigen Ermittlung befand sich der 37-jährige am Montag am Fließband zur Schüttanlage. Nachdem ein zur Beladung vorgesehener Lkw seine Position eingenommen hatte, soll der beschuldigte Kollege unter Außerachtlassung der im Verkehr erforderlichen Sorgfalt das Förderband eingeschaltet haben. Der am Förderband stehende Geschädigte kam durch das schnell anlaufende Band zu Fall, wurde in Richtung des Trichters gezogen und stürzte in den Trichter. Dort wurde von nachrückenden Gesteinsbrocken verschüttet. Der 37-Jährige erlag noch vor Ort seinen schweren Verletzungen. (Wir haben darüber berichtet)

In die Ermittlungen sind das zuständige Oberbergamt und ein anlagentechnischer Sachverständiger einbezogen. Die Obduktion des Verstorbenen wurde angeordnet.

Die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Dresden und der Polizeidirektion Dresden dauern an und werden noch erhebliche Zeit in Anspruch nehmen.