Todesfall in Zittau kommt nach über 20 Jahren vor Gericht
Sie haben gehofft, dass über den Fall Gras gewachsen ist. Doch Oberstaatsanwalt Sebastian Matthieu zog kurz vor der Verjährung noch einmal die Akte. Eine schon damals befragte Zeugin machte nach fast 20 Jahren eine belastende Aussage. Ab heute müssen sich zwei Männer im Alter von 52 und 57 Jahren vor dem Landgericht Görlitz verantworten - wegen Körperverletzung mit Todesfolge.
Der Fall geschah fast auf den Tag genau heute vor 21 Jahren in Zittau. In einer Wohnung an der Friedrich-Schneider-Straße trafen sich die Angeklagten zu einem Trinkgelage. Irgendwann waren alle Flaschen ausgetrunken. Das spätere Opfer sollte Nachschub holen. Der damals 46-Jährige weigerte sich. Daraufhin sollen die Angeklagten auf ihn eingeschlagen haben. Nachdem der Mann tot war, wurde er in einer Mülltonne zur Mandau gekarrt und in den Fluss geworfen.
Fünf Verhandlungstage sind geplant. Der ältere Angeklagte sitzt derzeit. Er hat einen Raub begangen.