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Tillich bekräftigt in Görlitz Forderung nach Erhalt der Waggonbau­standorte

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Sachsens Minis­ter­prä­si­dent Stanislaw Tillich hat am Vormittag das Görlitzer Bombar­dier­werk besucht. In einem einstün­digen Gespräch mit dem Betriebsrat und einem anschlie­ßenden Rundgang durch den Betrieb machte sich Tillich ein Bild von der Auftrags­lage, der Stimmung und den Problemen. Es gehe um den Erhalt der Stand­orte Görlitz und Bautzen, aber auch des Stand­ortes Hennigs­dorf. Beide dürften nicht gegen­ein­ander ausge­spielt werden, warnte er. Der Bombar­dier-Konzern will in Görlitz künftig nur noch Wagen­kästen aus Alumi­nium herstellen. Das würde den Verlust vieler Stellen bedeuten. Derzeit arbeiten rund 1.800 Beschäf­tigte im Werk.

Kernkom­pe­tenzen sollen die Görlitzer abgeben, so z.B. im Stahlbau, obwohl sie in diesem Bereich ganz vorn sind. Poten­ti­elle Kunden schauen auf das Werk. So winkt ein Großauf­trag aus Öster­reich – aller­dings nur, wenn die Hochge­schwin­dig­keits­züge für die Schweiz regulär und ohne Probleme rollen. Derzeit läuft der Testbe­trieb. Der Großauf­trag habe Poten­tial für weitere Aufträge, sagte Betriebs­rats­vor­sit­zender René Straube unserem Sender. Aller­dings gebe es da auch Probleme, vor allem im Zulie­fer­be­reich.

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Reporter Knut-Michael Kunoth