++ EIL ++

Tiefbauarbeiten für Neues Verwaltungszentrum fördern Altlasten zutage

Zuletzt aktualisiert:

Nicht nur archäologische Funde fördern die Tiefbauarbeiten am Ferdinandplatz zu Tage, sondern auch jede Menge Altlasten. Wie die Stadt mitteilte, wurden in einem Keller, in dem eine Druckerei untergebracht war, Anteile von Blei und Antimon – welche zur Härtung von Blei und Zinnlegierung dient - sowie verkohltes Papier gefunden.Es handelt sich dabei um etwa 1.800 Tonnen Aushub, der als Abfall besonders entsorgt werden muss. Auf dem Ferdinandplatz soll ein neues Verwaltungszentrum entstehen.

weiterführende Pressemitteilung Stadt Dresden:

Untersuchungen des Baugrundes im Vorfeld ließen keine Erkenntnisse zu, dort derartige Verunreinigungen zu finden. Auch im sächsischen Altlastenkataster wurden keine Verdachtsflächen ausgewiesen„, informiert Baubürgermeister Raoul Schmidt-Lamontain. “Da die Verunreinigungen unter dem Kellerfußboden aufgefunden worden sind, wären auch weitere Rammkernsondierungen in diesem Bereich wirkungslos gewesen. Einzig mehrere Schürfe mittels Bagger hätten vielleicht diese Verunreinigungen erkennen lassen. Sie wären aber nur mit archäologischer Begleitung und großräumiger Sperrung des Parkplatzes möglich gewesen. Deshalb haben wir darauf verzichtet und stattdessen die laufenden archäologischen Grabungen abgewartet. Altlasten haben wir aber grundsätzlich aufgrund der Vornutzung nicht ausgeschlossen„, so Schmidt-Lamontain weiter.