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Terrassenufer wieder gesperrt - Brückenbauteile aus dem Mittelalter entdeckt

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Das Terrassenufer in Dresden ist an diesem Wochenende wieder voll gesperrt. Die Betonierarbeiten für den ersten Brückenbogen sind abgeschlossen. Jetzt kann die Bogenschalung abgebaut werden. Deswegen ist das Terrassenufer von Freitagabend (20:00 Uhr), bis Montagfrüh (05:00 Uhr) gesperrt. Autofahrer sollten also wieder einen weiten Bogen ums Terrassenufer fahren, die offizielle Umleitung führt über die Wilsdruffer Straße.

Das passiert aktuell

Die Betonage der verbliebenen Bogenelemente wurde am Wochenende, 2. und 3. Juni, erfolgreich ausgeführt, sodass die Bogenschalung am Wochenende 16. Juni und 17. Juni unter Vollsperrung der Straße Terrassenufer demontiert werden kann.

Die Arbeiten an den auszutauschenden Sandsteinen werden fortgesetzt. Mit dem Versetzen der ersten Gesimse hat der Wiederaufbau der Sandsteinbrüstung begonnen. Reinigungsarbeiten an dieser Stelle enden heute, 15. Juni. Parallel dazu erfolgt der Einbau der ersten Fußkästen für die spätere Beleuchtung der Brücke in den Gesimsen. Aussparungen in den Gesimsen nehmen die Fußkästen auf. Die Fachleute arbeiten die  Auflager der Fußverankerungen der Fahrleitungsmaste aus, setzen die ersten stählernen Mastfüße für die Verankerung der Fahrleitungsmaste und übernehmen Kernbohrungen für die spätere Brückenbeleuchtung.

Kleine Sensation: Brückenteile aus dem Mittelalter freigelegt

Bei Leitungsbauarbeiten in der Neustädter Rampe fanden die Bauarbeiter einen Teil der romanischen Brücke aus dem Mittelalter, einen kompletten Bogen der  8,5  bis 11 Meter breiten Brücke. Da die Fachleute an dieser Stelle Entwässerungsleitungen verlegen müssen, nahmen sie  die Lage der alten Bauteile vermessungstechnisch auf, um eine Umplanung vornehmen zu können. Ziel ist dabei eine technisch saubere Lösung bei Erhalt der alten Bauteile, die als Zeugnis der mittelalterlichen Stadtgeschichte unter Denkmalschutz stehen. Es ist nicht auszuschließen, dass im weiteren Verlauf in Richtung Neustädter Markt weitere Bauteile der alten Brücke zum Vorschein kommen. So befand sich in dieser Richtung ein weiterer Brückenbogen sowie etwa auf Höhe des Blockhauses ein Torturm als Brückenabschluss. Nach der Vermessung und archäologischen Bewertung wurden die Bauteile wieder verschüttet.