Telekom hat Ärger mit Haustürgeschäften
Damit das Glasfasernetz in Dresden weiter ausgebaut werden kann, schickt die Telekom vermehrt auch Vertriebsmitarbeiter in die Spur. Einige davon halten sich aber offenbar nicht an die Regeln.
Hörer berichten, dass sie bei Haustürgeschäften von den Telekom-Mitarbeitern überrumpelt wurden. Entsprechende Fälle sind unter anderem aus Pieschen und der Neustadt bekannt. Die Direktvermarkter hätten sich zwar ausgewiesen, dann aber in die Wohnung gedrängt und Druck ausgeübt, berichtet zum Beispiel ein Mann aus Pieschen.
Unsere Hörerin Carola bestätigt das: „Auch bei mir war so ein Typ. Hat sich ausgewiesen und wollte unbedingt in die Wohnung. Auf meinen Hinweis, dass ich es nicht möchte und einen anderen Anbieter habe, wurde er aufdringlich. Erst nach ca. 20 Minuten hat er aufgehört, mich zu bequatschen, aber nur weil ein Hausbewohner vorbei kam und ich ihn um Hilfe gebeten habe.“
Dabei hat die Telekom für ihren Vertrieb klare Regeln aufgestellt. Dort heißt es unter anderem, dass die Mitarbeiter die Privatsphäre achten und auf Wunsch ein begonnenes Verkaufsgespräch beenden sollen. Das scheint nicht bei jedem angekommen zu sein.
Die Beschwerden werden ernst genommen. „Wenn es in einem Vertriebsgebiet zu Beschwerden kommt, wird sofort mit den verantwortlichen Mitarbeitenden Kontakt aufgenommen und bei Bedarf nachgesteuert“, heißt es bei der Telekom. „Die Maßnahmen reichen von Nachschulungen bis hin zu personalrechtlichen Konsequenzen. Im schlimmsten Fall bis zur Entlassung.“ Derartige Fälle seien aber selten. Nur einer von 1.000 Kontakten werde als nicht in Ordnung gemeldet, heißt es weiter.
Jeder Betroffene kann selbst prüfen, ob es sich tatsächlich um von der Telekom beauftragte Personen handelt. Die Telekom hat dazu die kostenfreie Autorisierungs-Hotline 0800 8266347 eingerichtet. Dort nennt man einfach die Vertriebsmitarbeiter-Nummer des Vertreters. Das geht auch in einem laufenden Verkaufsgespräch.
Weigert sich ein Mitarbeiter, sich per Telefon verifizieren zu lassen oder hat er gar keinen Ausweis, handelt es sich mit Sicherheit um keinen Vertreter im Auftrag der Telekom, auch wenn er eventuell sogar eine Dienstkleidung trägt.
Die Telekom arbeitet mit der „Ranger Marketing und Vertriebs GmbH“ zusammen. Die Mitarbeiter tragen Dienstkleidung und haben einen Dienstausweis dabei. Außerdem haben Sie ein Autorisierungsschreiben der Deutschen Telekom. Die Telekom bescheinigt auf einer Informationsseite, dass die Ranger in ihrem Auftrag unterwegs sind und auch Beratungen anbieten.
