• Foto: Marko Förster

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  • Foto: Franz Becher

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Tausende verfolgen "Lustgondeln" an der Elbe

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Mit einer historischen Wasserparade auf der Elbe ist am Sonntag der 300. Jahrestag der Fürstenhochzeit 1719 in Dresden gefeiert worden. Tausende waren dabei, als die Kolonne mit vier Nachbauten von historischen Gondeln sowie Drachen- und anderen Booten in Pirna  bei bestem Sommerwetter gen Dresden ablegten. Ein paar Kilometer flussabwärts wurden Kurfürst August der Starke, seine Gemahlin Christiane Eberhardine sowie Sohn und Schwiegertochter samt Gefolge von Mitgliedern des Barockvereins in Kostümen sowie zahlreichen Schaulustigen am Ufer und auf der Freitreppe von Schloss Pillnitz begrüßt. 

Jürgen Amann, Geschäftsführer der Dresdner Marketing GmbH, freute sich als Organisator über «wunderbare, positive Bilder aus unserer schönen Destination in die Welt». Insgesamt waren allein 110 Akteure in insgesamt zwölf verschiedenen Wasserfahrzeugen unterwegs, um die feierliche «Einholung der Braut» auf neue Art und Weise zu feiern. Dazu gehörten Nachbauten von vier historischen Booten, darunter die Pfauengondel, das Lieblingsboot von August dem Starken, sowie eine venezianischen Gondel mit goldener Krone. Sie wurde von Enthusiasten vom Verein Sächsischer Prunkgondeln sowie dem Dresdner Ruderverein in wochenlanger Handarbeit gefertigt.

Die Wasserparade unter dem Motto «Lustgondeln anno 1719» erinnerte an die Fahrt des jungen Paares, Sachsens Kurprinz Friedrich August und Kaisertochter Erzherzogin Maria Josepha von Österreich. August der Starke (1670-1733) hatte jahrelang um die dynastische Verbindung gerungen. Nach der Hochzeit am 20. August in Wien wurde einen ganzen Monat lang in und um Dresden gefeiert. Die opulente Inszenierung umfasste Bankette, Bälle, Turniere, Jagden, Feste und Opernaufführungen.