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Tatverdächtiger nach Steinwürfen auf Moschee und Döner-Imbiss gefasst

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Der mutmaßliche Steinewerfer von der Moschee in Dresden-Cotta und einem Dönerimbiss in Briesnitz wurde gefasst. Es handelt sich laut Landeskriminalamt um einen 30-jährigen Tunesier.

Er konnte durch Zeugenaussagen und Überwachungsbilder überführt werden. Wir hatten bereits gestern darüber berichtet, dass Zeugen den Mann aus dem Nordafrikanischen Raum auf Videobildern erkannt hatten. Die Ermittler gehen von keinem politischen Motiv aus. Weitere Befragungen und Ermittlungen zum Hintergrund des Mannes stehen noch aus.

Die Moschee in Cotta war 2016 Ziel eines Sprengstoffanschlages geworden. Seitdem ist die Einrichtung unter besondere Beobachtung der Polizei.

Die Pressemitteilung des LKA:

Erfolgreiche Festnahme des Tatverdächtigen

Wie die Polizeidirektion Dresden bereits am Ereignistag berichtete, kam es am 4. Juni, kurz vor 14:00 Uhr aus dem Bereich der Rudolf-Renner-Straße zu Steinwürfen an und in die Fatih Camiine Moschee. Der zunächst unbekannte Täter zerstörte dabei drei doppelt verglaste Fenster der Moschee, so dass die geworfenen Steine bis in den Innenraum gelangten. Zu diesem Zeit-punkt hielt sich im Gebäude niemand auf, da das letzte Gebet gegen 13:20 Uhr zu Ende war. Es gab keine Verletzten.

Etwas später, gegen 15:50 Uhr, warf eine unbekannte Person mehrere Steine in ein Döner-Restaurant auf der Alten Meißner Landstraße. Auch hier gab es keine Verletzten.

Die Staatsschutzabteilung der Staatsanwaltschaft Dresden und das Polizeiliche Terrorismus- und Extremismus-Abwehrzentrum (PTAZ) im LKA haben am 5. Juni die Ermittlungen von der Polizeidirektion Dresden übernommen.

Nach Auswertung von Zeugenaussagen und vorhandenem Bildmaterial war davon auszugehen, dass es sich bei beiden Taten um denselben Täter handeln könnte. Ein Tatverdächtiger konnte daraufhin identifiziert und am späten Nachmittag des 5. Juni vorläufig festgenommen werden. Zusätzlich wurden Durchsuchungsmaßnahmen am Aufenthaltsort des Beschuldigten durchgeführt.

Beim Beschuldigten handelt es sich um einen 30-jährigen Tunesier, welcher gegenwärtig in einer Dresdner Asylbewerberunterkunft wohnhaft ist. Derzeit gehen die Ermittler davon aus, dass den begangenen Straftaten keine politische Motivation zu Grunde liegt. Die Identität des Beschuldigten, die mitgeführten Papiere und der aktuelle Aufenthaltsstatus sind Gegenstand weiterer Ermittlungen.

Gegenwärtig läuft die Vernehmung des Beschuldigten.