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Tatverdächtiger nach Moschee-Anschlag in Dresden bleibt in Haft

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Der Tatver­däch­tige zum Moschee-Anschlag in Dresden-Cotta bleibt weiter in Unter­su­chungs­haft. Die General­staats­an­walt­schaft hatte eine Verlän­ge­rung der U-Haft beim Dresdner Oberlan­des­ge­richt beantragt. Dem Antrag wurde nun statt­ge­geben, teilte Sprecher Oliver Möller auf unsere Anfrage mit. Nach einem halben Jahr muss die Haft überprüft werden. Nino K. war Anfang Dezember auf Montage in Hessen festgenommen worden. Er soll Ende September 2016 an der Moschee auf der Hühndorfer Straße einen Sprengsatz gezündet haben. Die Ermittler wollen nach unseren Informationen in Kürze die Anklage fertig haben.Tatver­däch­tiger auf Montage in Hessen festge­nommenSeine Wohnung und sein Arbeits­platz wurden im Dezember durch­sucht, er war damals bereits seit einigen Tagen im Visier der Ermittler, die Festnahme erfolgte dann einen Tag später als geplant, da der Mann auf Montage auf einer Baustelle in Hessen war. Er wurde dort festge­nommen.Im Ergebnis der krimi­nal­tech­ni­schen Unter­su­chung stimmen die an verschie­denen Tatmit­teln gesicherten DNA-Spuren mit der DNA des Beschul­digten überein, teilte damals ein Sprecher der General­staats­an­walt­schaft mit.Der Beschul­digte muss sich nun neben dem Anschlag auf die Moschee auch wegen des Verdachts des Herbei­füh­rens einer Spreng­stoff­ex­plo­sion am 26.09.2016, 22:09 Uhr, auf der Freitreppe des Inter­na­tio­nalen Congress Centrums (ICC) in Dresden und den platzierten Spren­gat­trappen im Bereich der Dresdner Marien­brücke verant­worten.Vor der Wohnungstür des Imams der Moschee in Cotta und auf der Terrasse des Congress­zen­trums waren am 26. September kurz hinter­ein­ander Spreng- und Brand­sätze explo­diert. Es entstand Sachschaden. Der Imam und seine Familie, die sich zum Tatzeit­punkt in der Wohnung aufhielten, blieben unver­letzt. Kurz vor den Feier­lich­keiten zum Tag der Einheit wurde zudem eine Bomben­at­trappe an der Eisen­bahn­brücke neben der Marien­brücke entdeckt.Tatver­däch­tiger stand auf Pegida-BühneDer Tatver­däch­tige Nino K. stand im Sommer 2015 auch als Redner auf der Pegida-Bühne, bestä­tigte eine Sprecherin des Opera­tiven Abwehr­zen­trums. Auch in einem Youtube-Video ist der Mann als Redner bei einer Pegida-Versamm­lung am 13. Juli auf der Bühne am Altmarkt zu sehen.