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Tatverdächtige nach Brandanschlag auf Asylunterkunft in Meißen gefasst

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Das Landeskriminalamt hat nach dem Brandanschlag auf die Asylunterkunft in Meißen eine Tatverdächtige gefasst. Eine 29-jährige Frau sei durch die Auswertung von Videoaufnahmen in Verdacht geraten, hieß es. Gegen die Deutsche ohne festen Wohnsitz ist Haftbefehl erlassen worden, sie sitzt in Untersuchungshaft, teilte ein Sprecher mit. Das genaue Motiv und die genauen Umstände der Tat sind noch unklar. Die Tatverdächtige sei bislang nicht durch fremdenfeindliche Taten aufgefallen, teilte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft mit. Zum genauen Motiv könne er aber noch nichts sagen, sagte Sprecher Lorenz Haase, da sich die Frau zu den konkreten Tatumständen bislang nicht geäußert hat. Außerdem fehle noch ein Brandgutachten, sagte Haase.Das neue, für fremdenfeindliche Anschläge zuständige, Extremismus-Abwehrzentrum des Landeskriminalamt hat die Ermittlungen geführt. Am Donnerstag vergangener Woche war nachts im Gemeinschaftsraum der Asylunterkunft Leipziger Straße Feuer gelegt worden. Zwei libysche Bewohner konnten die Flammen löschen, elf Bewohner konnten sich in Sicherheit bringen. Verletzt wurde niemand, allerdings entstand größerer Sachschaden.