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Tarifabschluss im Öffentlichen Dienst kostet Sachsen fast 400 Millionen Euro

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Der Tarifabschluss für den öffentlichen Dienst kommt Städte und Gemeinden in Sachsen nach Ansicht ihres Spitzenverbandes teuer zu stehen. Nach ersten Schätzungen beliefen sich die Mehrkosten für die Kommunen über die Laufzeit auf rund 390 Millionen Euro, teilte der Städte- und Gemeindetag am Mittwoch mit. Geschäftsführer Mischa Woitscheck sah aber auch positive Aspekte. „Zunächst einmal ist es gut, dass durch die Einigung weitere Streiks vermieden werden konnten. Auch die Laufzeit von 30 Monaten sorgt für Planungssicherheit bei den kommunalen Arbeitgebern.“Woitscheck stellte die Verhandlungsgemeinschaft mit dem Bund in Frage. Die Kommunen müssten die Mehrkosten weitgehend selbst tragen. Viele Kommunen hätten einen Abschluss in dieser Größenordnung nicht eingeplant. Vor allem kleine Kommunen könnten mit diesem Tarifabschluss ihre Haushalte nicht mehr ausgleichen.Bei den Verhandlungen für die 2,3 Millionen Beschäftigten von Bund und Ländern hatten sich Arbeitgeber und Gewerkschaften in der Nacht zum Mittwoch auf eine Lohnerhöhung von 7,5 Prozent bei 30 Monaten Laufzeit geeinigt. Die Erhöhung soll in drei Stufen erfolgen. (dpa)