- Der Eingang zum Kriegspulvermagazin an der Festung Königstein. Hier können Besucher ausnahmsweise hinter die Türen schauen.
Tag des offenen Denkmals: Highlights in Dresdner Region
Hinter Türen schauen, die sonst verschlossen bleiben: Möglich ist das wieder beim großen „Tag des offenen Denkmals“ am Sonntag. Bereits zum 30. Mal können Groß und Klein ein vielfältiges Programm entdecken. Bundesweit öffnen mehr als 5.500 Denkmale für das Publikum, in Sachsen sind es über 650.
Auch in der Dresdner Region gibt es viel Spannendes zu erleben. Nachfolgend ein paar ausgewählte Highlights:
Festung Königstein öffnet DDR Bunker
70000 Kubikmeter Felsen wurden 1889 für ein unterirdisches Kriegspulvermagazin ausgesprengt. Zu DDR Zeiten baute man den beschussfesten Raum zu einem Zufluchtsort für die Zivilverteidigung um. Von 11 bis 16 Uhr erhalten Besucher Zutritt zu dem DDR Bunker mit originalen Feuerschutz und Schleusentüren. Der Eingang liegt etwas versteckt im Festungswald und ist ausgeschildert. Alle Aktionen sind im regulären Festungseintritt enthalten. Die Festung Königstein ist von 9 bis 18 Uhr geöffnet.
Führungen zu Carus und zum Klimawandel in Pillnitz
Auf einem Rundgang durch den Park, die Katholische Schlosskapelle und den Chinesischen Pavillonerfährt man mehr über den berühmten Arzt und Naturwissenschaftler Carl Gustav Carus. Als Leibarzt kümmerte sich Carus um drei sächsische Könige. Während der Sommermonate reiste er auch mit ins Pillnitzer Schloss. Treffpunkt für die Führung ist das Besucherzentrum, Beginn um 11:30. Interessierte melden sich unter pillnitz@schloesserland-sachsen.de an. Um 14:00 startet die zweite Führung zum Thema „Klimawandel im Gartendenkmal“. Während des Spaziergangs zeigen Experten die Auswirkungen des Klimawandels an konkreten Beispielen und erklären auch, welche Handlungsmöglichkeiten bestehen. Besucher melden sich unter klimawandel@schloesserland-sachsen.de an. Beide Führungen sind kostenlos.
Radebeul: Alte Post lädt ein
Von 10 bis 16 Uhr öffnet das Landratsamt Meißen die Türen der „Alten Post“. Im Moment wird das Gebäude zur Musikschule umgebaut. Jede halbe Stunde starten kostenlosw Führungen durch die Räume. Eine Voranmeldung dazu ist nicht erforderlich. Als Rahmenprogramm musizieren Schülerinnen und Schüler der Musikschule Radebeul.
Dresden: 110 Jahre alten Elbeschleppkahn besichtigen
Im Inneren des 1913 gebauten Fracht- und Lagerkahns „Waltraut“ können die 11 Laderäume sowie die rekonstruierten Wohn- und Schlafkammern der einstigen Schiffseignerfamilie samt Kohleherd, Küche und Plumpsklo besichtigt werden. Das Schiff liegt im Alberthafen Dresden-Friedrichstadt am originalen Nordkai von 1895. Neben den Führungen findet von 10 bis 16 Uhr auch Begleitprogramm statt inklusive Knotenkunde und Hüpfburg.
Meißen: Historische Vielfalt von Kirche zu Industrie
Neben vielen Kirchengebäuden öffnet in Meißen auch die alte Ziegelei als Industriedenkmal ihre Türen. Jeweils um 11,13 und 15 Uhr erfahren Besucher auf Führungen mehr über die Ziegelproduktion im 19. Jahrhundert.
Weitere Informationen gibt es hier: https://www.tag-des-offenen-denkmals.de/denkmalkarte. Wer am Sonntag unterwegs ist und sich spontan entscheiden möchte, kann das ganz einfach tun: Den passenden Überblick gibt es in einer gleichnamigen App.
