Supercomputer kommt an die TU
Dresden soll Standort eines Supercomputers werden, der die Arbeit des menschlichen Gehirns in Echtzeit simuliert. Es soll sich weltweit um den ersten Computer dieser Art handeln, teilte heute das Wissenschaftsministerium mit.
Ministerin Eva-Maria Stange (SPD) übergab am Vormittag einen Fördermittelbescheid über acht Millionen Euro an die Technische Universität Dresden. „Ich wünsche mir, dass die Faszination der Wissenschaft für die noch vor wenigen Jahrzehnten undenkbaren Möglichkeiten begleitet wird von Fragen nach dem Erhalt der menschlichen Würde und Einzigartigkeit in der Zukunft“, erklärte Stange.
Der Computer sei für eines der größten Forschungsprojekte der Europäischen Union, das Human Brain Project (HBP), gedacht, hieß es. Dort arbeiten bereits seit 2013 Forscher aus mehr als 100 europäischen Einrichtungen zusammen. Bei dem Projekt entwickelt die TU Dresden mit der University of Manchester auch spezielle Chips, die neuronale Netze nachahmen. „Die Auswirkungen künstlicher Intelligenz auf unser aller Leben nehmen rasant zu. Dennoch müssen wir immer noch viel von der Biologie lernen, wenn wir künftig das volle Potenzial künstlicher Intelligenz ausschöpfen wollen“, betonte Steve Furber von der Uni in Manchester.