• Gegen 6.30 Uhr kippte an der Bodenbacher Straße//Rennplatzstraße eine morsche Pappel gegen ein Wohnhaus und auf einen geparkten Skoda Octavia. Foto: Roland Halkasch

    Gegen 6.30 Uhr kippte an der Bodenbacher Straße//Rennplatzstraße eine morsche Pappel gegen ein Wohnhaus und auf einen geparkten Skoda Octavia. Foto: Roland Halkasch

Sturmtief "Sabine" hinterlässt in Dresden einige Schäden

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Das Sturmtief "Sabine" hat am Montagvormittag in der Stadt für Schäden gesorgt. So deckte der Wind in Großzschachwitz das Dach eines Gebäudes ab. Teile stürzten auf ein geparktes Auto. Menschen kamen nach Angaben der Polizei nicht zu Schaden. 

An der Bodenbacherstraße stürzte eine morsche Pappel auf ein Auto und gegen ein Wohnhaus. Auch hier wurde niemand verletzt. In beiden Fällen ist die Schadenshöhe noch unklar.  

Sturmtief «Sabine» hat Sachsen ansonsten weitgehend verschont. «Uns sind keine größeren Schäden bekannt», sagte ein Sprecher des Lagezentrums im Innenministerium in Dresden am Montag. Der Orkan hatte den Freistaat in der Nacht zum Montag erreicht. Inzwischen ist er nach Süden abgezogen, wie eine Sprecherin des Deutschen Wetterdienstes (DWD) in Leipzig am Mittag sagte. Es sei aber weiterhin mit viel Wind zu rechnen.

Vor allem bei der Bahn hat das Sturmtief für viele Schäden gesorgt. Es seien Bäume umgestürzt und Stromleitungen beschädigt worden, teilten die Deutsche Bahn und die Länderbahn Sachsen mit. Mitarbeiter beider Unternehmen hatten seit dem Morgen die Strecken beräumt.

Schrittweise komme der Verkehr wieder ins Rollen, teilten die Unternehmen mit. Die Deutsche Bahn hatte den Betrieb im Fernverkehr und teilweise im Regionalverkehr am Vormittag wieder aufgenommen. Es müsse jedoch weiter mit Verzögerungen besonders im Regionalverkehr, so bei der S-Bahn, gerechnet werden, sagte ein Sprecher. Er riet den Kunden, sich vor Antritt der Fahrt zu informieren. Im Vogtland und in Ostsachsen seien die Aufräumungsarbeiten noch im Gange, so ein Sprecher der Länderbahn.

Auf den Flughäfen in Leipzig-Halle und Dresden sorgte «Sabine» für Ausfälle. Vor allem innerdeutsche Verbindungen, so nach Köln, Düsseldorf, Frankfurt/Main und München waren betroffen, wie eine Sprecherin berichtete.

Wegen des Sturmtiefs ist es in Sachsen-Anhalt, Sachsen und Brandenburg zu Stromausfällen gekommen. Am Montagvormittag waren noch jeweils 500 Kunden in Mittelsachsen, im Vogtlandkreis und im Umland von Cottbus betroffen, wie eine Sprecherin der Firma Mitnetz Strom (Kabelsketal/Saalekreis) mitteilte. Es werde weiter an der Behebung der Stromausfälle gearbeitet.

Nach Angaben des (DWD) hatte «Sabine» auf dem Fichtelberg Spitzengeschwindigkeiten von 172 Kilometer pro Stunde erreicht. Auf dem Flughafen Leipzig-Halle waren es 102 Kilometer pro Stunde. (DPA/RED)