• Auf der B 95 bei Gelenau waren mehrere Bäume umgestürzt. (Foto: André März)

Sturmtief "Friederike" richtet große Schäden im Erzgebirge an

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Sturmtief "Friederike" hat sich im Erzgebirge ausgetobt. Die Schäden sind vorerst kaum überschaubar. Dächer wurden abgedeckt, Bäume stürzten im Minutentakt um. Bei einem LKW-Unfall auf der A72 starben zwei Menschen. 

In Freiberg hat der Sturm das Historische Rathaus am Obermarkt beschädigt. Der Schmuckgiebel auf der Nordseite des Gebäudes fiel auf das Rathaus-Dach, das ebenfalls in Mitleidenschaft gezogen wurde.

Die B180 zwischen Thalheim und Stollberg musste wegen umgestürzter Bäume gesperrt werden. Auf der B174 in Großolbersdorf wurde ein LKW mit Anhänger von einer Windböe umgeschmissen.

Auch zwischen Zöblitz und Rübenau musste die Feuerwehr mehrere Bäume von der Straße räumen. Dabei kam es zu Anfeindungen von Autofahrern, weil die Straße für Zeit gesperrt werden musste.

Bei einem LKW-Unfall auf der A72 zwischen Zwickau Ost und Zwickau West starben zwei Menschen. Ein spanischer Lastzug war auf ein Stauende aufgefahren und hatte einen voll beladenen Autotransporter auf einen anderen LKW geschoben. Der Schaden beläuft sich auf über eine Million Euro. Die Autobahn war stundenlang gesperrt.

Die Fichtelbergbahn stellte ihren Betrieb ein, ebenso die Eisbahn auf dem Annaberg-Buchholzer Marktplatz. Am Freitag soll sie aber wie gewohnt öffnen.

Auf dem Fichtelberg hat der Deutsche Wetterdienst Windgeschwindigkeiten von 174 km/h gemessen. Zeitweise hatten bis zum 50.000 Haushalte in Sachsen keinen Strom.

Der Zöblitzer Wehrleiter Marko Hirsch erzählt vom Einsatz.

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