Striezelmarkt will Corona trotzen
Der 587. Striezelmarkt soll in diesem Jahr stattfinden. Solange die neue sächsische Corona-Schutz-Verordnung keine Absage von Weihnachtsmärkten vorsieht, wird der Striezelmarkt am Montag eröffnet. Das erklärten die Stadt und die Organisatoren am Donnerstagnachmittag bei einem Pressetermin.
Allerdings wird der Markt in diesem Jahr anders sein als sonst gewohnt. Das Konzept setzt auf deutliche räumliche Entzerrung auf dem gesamten Gelände des Altmarktes, so die Stadt. Die Zahl der Stände wurde um rund 20 Prozent reduziert. Die knapp 50 Verweilbereiche rund um Imbiss- und Glühweinstände sind soweit wie möglich voneinander entfernt über den gesamten Markt verteilt. Innenangebote wie Weihnachtsbäckerei, Pflaumentoffelhaus und Wichtelkino wird es in diesem Jahr nicht geben. Auf Einzelevents wie Stollenfest und Bergparade wird ebenso verzichtet wie auf das beliebte tägliche Bühnenkulturprogramm.
Dr. Robert Franke, Leiter des Amtes für Wirtschaftsförderung: „Wir nehmen das Pandemiegeschehen sehr ernst und haben mit viel Kraft einen Markt konzipiert und aufgebaut, der trotz zwingend notwendiger Einschränkungen den Besuchern und Händlern immer noch typisches Striezelmarktflair beschert.“ Entscheidend für die Durchführung des Dresdner Striezelmarktes ist eine Präzisierung der nächsten Allgemeinverfügung hinsichtlich der bestehenden Privilegierung der Weihnachtsmärkte: „Die aktuell diskutierte 2G-Pflicht in den Verweilbereichen ist für uns stichprobenartig umsetzbar“, so Franke weiter.
Sollte die neue Corona-Schutz-Verordnung jedoch eine Einzäunung der Weihnachtsmärkte vorsehen, dann wird der Striezelmarkt doch abgesagt. Das sei logistisch nicht zu leisten, wie Franke erklärte.
Die neue sächsische Verordnung wird am Freitag beschlossen und tritt am Montag in Kraft.