Strenge Regeln für Straßenmusik in Dresden geplant
Der Dresdner Baubürgermeister Raoul Schmidt-Lamontain hat am Montagabend im Ortsamt Altstadt vor Händlern, Anwohnern und Künstlern die neuen Reglen für Straßenmusiker vorgestellt. Der Entwurf der Satzung soll in den nächsten Wochen in den Stadtratsgremien diskutiert und bis zum Sommer beschlossen werden.Die wichtigsten neuen Regeln:- Künstler können per Smartphone-App Planquadrate in der Innenstadt buchen- Es sollen sich ruhigere Künstler wie z.B. Seifenblasen-Künstler oder Maler mit lauteren abwechseln- 30 Minuten dürfen sie dort spielen, maximal einmal am Tag. In den Wintermonaten sind zwei Auftritt pro Tag in dem Bereich möglich.- Bestimmte Zonen, wie ein Teil der Prager Straße und die Schlossstraße sind tabu- Künstler müssen sich mit Name, Adresse und Personalausweisnummer registrieren- Regeln zu Lautstärkegrenzen oder ein Verstärkerverbot sind noch nicht geplant, können aber noch diskutiert werden, hieß es.Die Stadt will damit vor allem erreichen, dass nicht immer wieder die gleichen Künstler, mit den gleichen nervtötenden Liedern am gleichen Ort stundenlang Anwohnern oder Händlern auf die Nerven gehen. Wer gegen die neuen Regeln verstößt, muss mit einem Bußgeld rechnen. 23 Mitarbeiter des Vollzugsdienstes können Kontrollen durchführen, man könne aber nicht ständig präsent sein, hieß es. In zwei bis drei Wochen will Schmidt-Lamontain die Pläne den Stadtratsfraktionen vorlegen, diese müssen dann entscheiden.